FLÖRSHEIM – „Ja, das könnte bei euch hier oben klappen“, bestärkte der Flörsheimer BUND‘ler Bernd Zürn den euphorischen Langenhainer Peter Juffernholz. Der wollte, angeregt durch die jahrzehntelangen Erfolge mit Steinkäuzen in der Gemarkung Flörsheim, im Jahr 2019 auch in seinem Hofheimer Ortsteil diese Eulenart ansiedeln. Deshalb erbat er sich Unterstützung durch Bernd Zürn. Der kümmert sich seit  über 30 Jahren um diese kleinen Eulen.

Eine Voraussetzung war in Langenhain schon gegeben: Es gibt dort noch immer zahlreiche Streu-obstwiesen. Was fehlte waren geeignete Unterkünfte für die Neuansiedler. Und die konnte Bernd Zürn liefern: Von ihm selbst gebaute Niströhren. Knapp einen Meter lang und mit einem Durch-messer von ca. 25 Zentimetern werden diese stabilen Gebilde aus Holz, von Teerpappe umwickelt, in zwei bis drei Metern Höhe auf starken Baumästen befestigt. Das Innere dieser Röhren ist dunkel, und damit ideal für die nachtaktiven Steinkäuze.

Insgesamt neun Röhren hängten die beiden Naturschützer im Jahr 2019 in der Langenhainer Gemarkung auf. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei von Kathrin Montag. Der erste Erfolg stellte sich schon ein Jahr später ein: Ein Steinkauzweibchen brütete im Mai 2020 vier gesunde und kräftige Junge aus. Diesen Erfolg möchte Peter Juffernholz noch steigern. Deshalb haben er und Bernd Zürn vor ein paar Wochen fünf weitere Röhren aufgehängt.

Wenn dann auch noch das von ihm im Jahr 2018 aufgestellte große Storchennest von Meister Adebar angenommen wird wäre Peter Juffernholz der glücklichste Langenhainer.

Bernd Zürn