KRIFTEL – „Städtepartnerschaften leben von den Begegnungen der Menschen, von dem Austausch und den persönlichen Verbindungen. Auch in diesem Jahr hatten wir Vieles geplant, um dies möglich zu machen und unsere lebendige Partnerschaft und Freundschaft zu leben. Aber die Corona-Pandemie hat uns alle im Griff. Besonders schade war es vor allen Dingen, dass das Konzert bei Euch in Pilawa Gorna nicht durchgeführt werden konnte. Wir hätten Euch gerne alle dabei einmal wieder gesehen, gesprochen und ja, auch umarmt – so wie es Freunde untereinander tun“, schreibt Bürgermeister Christian Seitz in seiner Funktion als Erster Vorsitzender des Partnerschaftsvereins an die Freunde in Pilawa Gorna.

Zusammen mit Weihnachtsgrüßen hat der Partnerschaftsverein Kriftel schon vor einiger Zeit 20 Masken in die polnische Partnergemeinde geschickt – für die Freunde und Mitstreiter der Partnerschaft, bedruckt mit dem Partnerschaftslogo. Inzwischen sind sie angekommen. Die Freude über die Geste war groß. Auch an die Freunde in Airaines ist ein Paket mit den Masken unterwegs.

40 Jahre Airaines-Kriftel virtuell feiern?
„Social Distancing, ein Begriff, den wir alle vielleicht in diesem Jahr zum ersten Mal gehört haben, gehört nicht zu dem Wesen einer Städtepartnerschaft dazu“, bedauert Seitz. „Auch unser Partnerschaftsverein konnte sich bislang nur einmal treffen. Dabei haben wir an das Jubiläum im kommenden Jahr gedacht, in dem sich die Partnerschaft zwischen Airaines und Kriftel zum 40. Mal jährt. So wie es derzeit aussieht, werden wir dieses wichtige Datum aber nicht gemeinsam feiern können – zumindest können wir nichts verlässlich planen.“

Deshalb werde derzeit überlegt, das Jubiläum virtuell zu feiern. „Wir haben an ein gemeinsames Videoprojekt gedacht, indem viele Menschen, die unsere Partnerschaft tragen, zu Wort kommen und in kurzen Sätzen ausdrücken sollen, was ihnen die Partnerschaft bedeutet, welcher Moment für sie vielleicht der schönste bei einer Begegnung war, welche Bedeutung unsere Freundschaft auch im europäischen und internationalen Kontext hat. Junge Menschen, Menschen die von Anfang an dabei sind, Menschen jeden Alters. Damit würden wir auch ein Zeitdokument schaffen und damit in den sozialen Netzwerken für die Europäische Idee werben können.“

Tina Schehler 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gemeinde Kriftel