HOFHEIM – Bürgerinnen und Bürger mit Termin im Corona-Impfzentrum in Hattersheim erhalten vom Main-Taunus-Kreis zusätzliche Informationen zu ihrem Termin. Wie Landrat Michael Cyriax und Kreisbeigeordnete Madlen Overdick mitteilen, hat der Kreis ein mehrseitiges Merkblatt und eine Frage-Antwort-Liste im Internet zusammengestellt. „Wir danken all denen, die sich impfen lassen wollen, für ihren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie“, so Cyriax. „Mit unseren Informationen wollen wir dazu beitragen, dass der Impftermin möglichst reibungslos abläuft.“

Die Impfanmeldungen laufen über das Land Hessen, das auch die Termine vergibt. Die Betroffenen werden dann vom Land persönlich in einem Brief eingeladen. Der Kreis liefert mit seinem Merkblatt und der Frage-Antwort-Liste praxisorientierte Zusatzinformationen, unter anderem zur Anfahrt, zum Ablauf des Impftermins, und zur Frage, was man zur Impfung mitbringen muss. Die Informationen stehen auf der Internetseite des Kreises unter www.mtk.org/impfzentrum zum Download bereit.

Da von Land und Bund weniger Impfdosen geliefert werden als ursprünglich geplant, wird das Impfzentrum nach Cyriax Worten „noch nicht unter Volllast laufen können“. Nach derzeitigem Stand sind zunächst täglich rund 100 Impfungen möglich; ausgelegt ist das Impfzentrum für 1200 Impfungen: „Wir hoffen, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten mehr Impfstoff bekommen und das Land mehr Impftermine zuteilen kann. Wir jedenfalls sind bereit.“ Aber auch bei geringerer Auslastung sei der Start des Impfzentrums ein gutes Signal: „Die nächste und möglicherweise entscheidende Phase der Pandemiebekämpfung beginnt.“

Zunächst werden in dem Impfzentrum nach der Priorisierung des Bundes Personen ab einem Alter von 80 Jahren geimpft, die nicht in Heimen wohnen, außerdem bestimmte andere Gruppen, etwa aus Pflege- und Medizinberufen. Seit dem (heutigen) Mittwoch vergibt das Land Hessen wieder Termine. Den Angaben des Landes zufolge werde die Terminvergabe anders als in der ersten Runde nicht begrenzt. Es würden Termine für die kommende zehn bis zwölf Wochen vergeben.

Nach der Priorisierung des Bundes waren zunächst unter anderem die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen für Impfungen vorgesehen. Wie Gesundheitsdezernentin Overdick mitteilt, ist die erste Runde der Erstimpfungen in den Heimen im Kreis abgeschlossen, derzeit laufe die Zweitimpfung. „Wir setzen die Impfstrategie mit Unterstützung der Heimleitungen zügig um“, so Overdick. Die Heime hätten höchste Priorität, weil die Bewohner dort durch das Virus besonders gefährdet seien. Seit dem (heutigen) Mittwoch unterstützten auch Bundeswehrsoldaten bei Testungen von Bewohnern und Besuchern: „Das bringt Entlastung für das Personal, das sich vor allem um die Pflege und Betreuung der Bewohner kümmern soll.“

Dr. Johannes Latsch
Hofheim