RÜSSELSHEIM – Seit Jahresbeginn 2021 ist der Obsthof Weyer aus Mainz-Finthen auf dem Samstags-Wochenmarkt im Herzen von Rüsselsheim am Main mit seinem Sortiment präsent. Die regionalen Erzeuger aus der rheinland-pfälzischen Hauptstadt haben nahtlos an den Stand der Familie Kirschke-Tempel angeschlossen. Diese war nach mehr als 40 Jahren auf dem Rüsselsheimer Markt in den Ruhestand gegangen.

Oberbürgermeister Udo Bausch hatte die langjährigen Marktbeschicker aus Wiesbaden-Nordenstadt im Dezember 2020 verabschiedet. Für das Angebot an gesunden, regionalen Produkten ist es wichtig, dass Marktleiter Fistric einen fließenden Übergang organisiert und einen überzeugenden Nachfolger gefunden hat.“

Zufrieden zeigt sich nach den ersten Wochen auf dem Rüsselsheimer Marktplatz auch Sebastian Stumpf. Er ist für den Stand des Obsthofes Weyer auf dem Marktplatz verantwortlich: „Wir sind von Beginn an herzlich aufgenommen worden – von den Kunden genauso wie von den anderen Marktbeschickern“, resümiert Stumpf.

Dagmar Kirschke-Tempel steht in der Anfangszeit dem Team des neuen Obststandes – das Rathaus im Rücken und die Stadtkirche zur Linken – zur Seite. Das mache es noch einfacher, Kontakte zum Rüsselsheimer Stammpublikum zu knüpfen, freut sich Sebastian Stumpf.

Der Wochenmarkt am Samstag ist einer von vier Märkten, den die Stadt ausrichtet: Auf dem Marktplatz wird auch dienstags Markt gehalten, dazu kommen die Wochenmärkte mittwochs in Königstädten am Einkaufszentrum und donnerstags im Dicken Busch II.

Ein Tipp des gemeinsamen Lieferanten
Und wie ist der Obstbaubetrieb aus Finthen auf den schönen Rüsselsheimer Markt aufmerksam geworden? Der Tipp kam vom langjährigen Clementinen-Lieferanten des Obsthofes aus Spanien. Denn dieser Erzeuger lieferte seine Südfrüchte auch an die Familie Kirschke-Tempel aus Wiesbaden-Nordenstadt. Als diese vom bevorstehenden Eintritt in den Ruhestand berichtete, stellten die Spanier den Kontakt zu den Mainzer Kollegen her. So kam das Traditionsunternehmen aus Rheinhessen mit umfangreicher Wochenmarkterfahrung schließlich nach Rüsselsheim.

Rund um Finthen baut der Obsthof unter anderem selbst Kernobst wie Äpfel, Aprikosen, Birnen, Kirschen, Mirabellen, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen und Zwetschen an, erklärt Sebastian Stumpf. Darunter sind auch viele alte Obstsorten. Hinzu kommen verschiedene Beerenfrüchte wie Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren, im Frühsommer außerdem auch Spargel. Neben dem Obst bietet das Team am Stand in Rüsselsheim derzeit außerdem frischen Apfelmost sowie selbstgekochte Marmeladen an.

Der Betrieb wirtschaftet nach dem umweltfreundlichen Prinzip des integrierten Anbaus. Dafür hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau vor 15 Jahren ein eigenes Qualitätszeichen eingeführt.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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