RÜSSELSHEIM – Bürgermeister Dennis Grieser freut sich, dass die beiden Gemeindeschwestern 2.0 auch und gerade in Zeiten des Lockdowns unterwegs sind und immer ein offenes Ohr für ältere und von Einsamkeit bedrohte Menschen haben. Der Name des Hessischen Förderprogramms „Gemeindeschwester 2.0“, wurde in Anlehnung an die früheren Gemeindeschwestern, die regelmäßig in den Haushalten eines Wohngebiets unterwegs waren, gewählt.

Die beiden Rüsselsheimer Gemeindeschwestern Birgit Backe und Johanna Höhn sind dennoch nicht mit Medikamentenkoffer und Verbandszeug unterwegs. Vielmehr fungieren sie als Mittlerinnen zwischen der wachsenden Zahl von Menschen, die allein leben, und den bestehenden Angeboten und Hilfen für Seniorinnen und Senioren in Rüsselsheim am Main. Sie gehen auf die älteren Menschen zu, informieren, geben Anregungen und vermitteln die notwendigen Angebote. „Durch den persönlichen Kontakt mit den Betroffenen können sie den Hilfe- und Unterstützungsbedarf erkennen, die passenden Hilfen koordinieren und nicht zuletzt zur Annahme von Hilfe ermuntern und dabei unterstützen, Schwellenängste zu überwinden“, erläutert Bürgermeister Grieser.

Gerade in dieser schwierigen Zeit freuen sich viele der von den Gemeindeschwestern 2.0 betreuten Menschen schon über einen regelmäßigen Anruf und den Zuspruch. Andere werden auch zu Hause besucht oder zu notwendigen Terminen begleitet. Der erste Kontakt findet häufig über die professionellen Dienste statt. Er kann aber auch über Nachbarn, Bekannte und Familienangehörige hergestellt werden.

Angesiedelt bei der Beratungsstelle für ältere Menschen im Haus der Senioren sind die Gemeindeschwestern 2.0 gut in das soziale Netz eingebunden. Sie sind auch für Menschen da, die keiner pflegerischen Betreuung bedürfen. Im Zuge des Corona-Hilfenetzwerks kooperieren Birgit Backe und Johanna Höhn auch mit dem Projekt Foodsharing, in dem sie einmal im Monat die Auslieferung von Essen an bedürftige alleinstehende Menschen koordinieren.

Bürgermeister Dennis Grieser sieht durch die bisherigen Erfahrungen bestätigt, dass mit den beiden Stellen im Rahmen des Programms „Gemeindeschwester 2.0“ eine Lücke im sozialen Netz geschlossen werden kann, welche von professionellen Diensten nicht ausgefüllt wird. Schließlich handelt es sich hier auch um eine präventive Einrichtung, die ein Baustein für ein längeres Leben zu Hause sein kann.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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