KRIFTEL – Wenn man Beete neu und langfristig sinnvoll anlegen möchte, braucht man immer Fachwissen und Vorstellungsvermögen. Auch im Ziegeleipark sieht man in den Beeten neben dem Laubengang nur bei näherem Hinsehen, dass hier neue Pflänzchen eingesetzt wurden – mit viel Abstand, um Platz zum Ausbreiten zu haben. „Aber im kommenden Jahr wird das schon ganz anders aussehen“, ist sich der Erste Beigeordnete Franz Jirasek sicher, der sich die Bepflanzung im nordöstlichen Teil des Ziegeleiparks am Dienstag anschaute.

Vorher standen hier Gräser, Rosen und Zierstauden. „Diese Pflanzen kamen aber nicht gut zurecht mit dem Boden und der Trockenheit und sind im Laufe der Zeit zum größten Teil ausgefallen, so dass viele kahle Stellen entstanden sind und die Beete unattraktiv und ungepflegt wirkten“, erklärt Katharina Keib vom Grünflächenamt. Anfang April wurden daher einheimische Pflanzen neu gepflanzt. „Diese sind klimaresistent. Außerdem verbessert die Pflanzung das Nahrungsangebot und die Lebensbedingungen für Insekten“, betont sie. Die Pflege werde zudem künftig weniger aufwendig sein.

„Die Pflanzung ergänzt den natürlichen Wiesencharakter des Ziegeleiparks“, betont der Erste Beigeordnete. Eine Ansaat mit heimischem Saatgut wurde mit heimischen Stauden kombiniert, die mittig angeordnet sind. Keib: „Dadurch erhoffen wir uns insgesamt eine stabile Pflanzung, die sich durch Selbstaussaat weiter vermehrt.“

Umgesetzt wurde die Maßnahme von der Firma Prellberg aus Frankfurt. Die Stauden wurden beim Schlockerhof (EVIM) aus Hattersheim gekauft. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme liegen bei etwa 15.000 Euro. Sie wurden komplett vom Regionalpark Renovierungsfonds übernommen. „Den Förderantrag hatten wir Anfang des Jahres gestellt“, so Jirasek.

Tina Schehler 
Gemeinde Kriftel