KRIFTEL – Bereits im September 2011 wurde am Bahnhof die Mainova-Ladesäule für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. „Die Schaffung der erforderlichen Infrastruktur ist die Voraussetzung dafür, dass sich Elektrofahrzeuge durchsetzen können. Deshalb haben wir schon früh den Ausbau eines Stromtankstellen-Netzes vorangetrieben“, betont Francisco Rodriguez, Leiter des Kommunalmanagements bei Mainova.

„Kriftel war mit bereits zwei Standorten, unter anderem auch vor dem Rathaus, in dieser Zeit Vorreiter im Kreis“, weiß der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Noch im Mai wird die in die Jahre gekommene Ladesäule am Bahnhof nun erneuert. Zurzeit ist sie stillgelegt. Künftig wird es dort zwei gleichwertige Ladepunkte mit je 22 Kilowatt geben. „Wir werden an dieser Stelle statt einem nun zwei Parkplätze für den Ladevorgang ausweisen“, so Jirasek. Darauf habe man sich vertraglich mit Mainova geeinigt.

Bisher konnten alle Fahrer von Elektrofahrzeugen die „Tankstelle“ am Platz von Airaines nutzen – ohne Voranmeldung und ohne Vertragsbindung. Das wird auch weiterhin so sein. „Auf ein Bezahlsystem hatten wir zunächst verzichtet“, so Rodriguez. Diese Sondersituation war ursprünglich nur für die ersten drei Jahre so geplant gewesen, letztlich habe der Energieversorger dort bis zuletzt keine Kosten erhoben. Denn zunächst habe es erst wenige E-Fahrzeuge gegeben. Inzwischen aber sei die Nachfrage nach Lademöglichkeiten gestiegen, so Rodriguez: „Wir bauen daher zurzeit die gesamte Lade-Infrastruktur im Umland um.“

In die neue Säule werde jetzt – wie im Markt mittlerweile üblich – ein Bezahlsystem integriert. „Außerdem werden Standzeiten kostenpflichtig sein“, so Rodriquez. „Die Säule merkt, wenn der Tankvorgang beendet ist und das Auto über die Zeit hinaus stehenbleibt.“ Das soll vermieden werden, um möglichst vielen E-Auto-Fahrern Auftankmöglichkeiten zu geben.

„Mit der Ladesäule der Mainova am Platz von Airaines, einer Ladesäule der Süwag vor dem Rathaus und einer weiteren, vor dem ROWG-Gelände geplanten Ladestation, zu dem wir den Investor des dort entstehenden Wohnkomplexes vertraglich verpflichtet haben, sind wir in Kriftel gut aufgestellt auf dem Weg in die E-Mobilität. Der weitere Ausbau mit E-Carsharing oder auch Parkplätzen mit Stromanschluss für ein Nachbarschaftsauto werden geprüft“, so der Erste Beigeordnete.

Tina Schehler 
Gemeinde Kriftel