RÜSSELSHEIM – Die Ende Februar begonnen Bauarbeiten zum Aufbau einer großflächigen Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität in Rüsselsheim am Main machen sichtbare Fortschritte. Vergangene Woche hat das beauftragte Unternehmen GP Joule die ersten 32 Ladesäulen (64 Ladepunkte) auf dem Parkplatz an der Mainzer Straße aufgestellt. Bis zum Sommer könnte das Aufstellen aller 156 Ladepunkte an der Mainzer Straße abgeschlossen sein. Für die Inbetriebnahme sind dann noch die Installation der Stromunterverteilung und die abschließende Asphaltierung erforderlich.

Auch bei der öffentlichen Ladefarm „An der Berggewann“ sind die Bauarbeiten für 197 öffentliche Ladepunkte in vollem Gange. Die Kabelgräben sind ausgehoben und werden inzwischen wieder verfüllt und gepflastert. Die Stadt Rüsselsheim plant dort, die ersten Ladesäulen Ende Mai aufzubauen.

Bei der dritten öffentlichen Ladefarm auf dem innenstadtnahen Opel-Parkplatz am Grundweg, den das Unternehmen ebenfalls für das Projekt Electric City zur Verfügung stellt, steht der Baustart kurz bevor. Aufgrund des Fundes nicht bekannter Leitungen im Erdreich musste ein von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro noch geringfügig umplanen.

Baustart im Stadtgebiet steht unmittelbar bevor
Inzwischen sind auch, etwas früher als geplant, die ersten Ladesäulen für das Stadtgebiet bei den Stadtwerken Rüsselsheim eingetroffen. Diese übernehmen im Auftrag der Stadt Rüsselsheim den großflächigen innerstädtischen Aufbau von 250 Ladepunkten (bei 125 Ladesäulen), dabei planen sie ein gebietsmäßiges Vorgehen. Den Anfang machen die östlichen Stadtviertel Haßloch, Haßloch-Nord und der Dicke Busch I und II, wo ab dieser Woche die Vorarbeiten für die ersten etwa 20 Ladesäulen (40 Ladepunkte) beginnen werden. Sukzessive folgen die Stadtgebiete Bauschheim, Innenstadt, Königstädten, A- und B-Siedlung, Berliner Viertel und Hasengrund.

Bis zum Jahresende, so das Ziel, soll der Aufbau abgeschlossen sein. Die derzeit aktuelle Planung ist auch auf der Webseite des Projektwebseite unter folgendem Link zu sehen: https://electric-city-ruesselsheim.de/umsetzung

Electric City, ein vom Bund gefördertes Projekt der Verbundpartner Hochschule RheinMain, Opel, gewobau und der Stadt Rüsselsheim am Main, nimmt jetzt sichtbare Formen an. In intensiver Vorplanung und Abstimmung mit den Partnern sind die Parameter für den Ausbau der Ladeinfrastruktur erarbeitet worden. Die Standorte für die Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet sind Ergebnis der wissenschaftlichen Voruntersuchungen sowie von Bedarfsanalysen und -simulationen. Im Rahmen des weiteren Planungsprozesses sind sie fortlaufend nach möglichen Planungshemmnissen geprüft und angepasst worden. Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürger konnten sich am Prozess über die eigens errichtete Webseite beteiligen. Standortvorschläge, aber auch Einwände, haben die Projektplaner der Stadt dabei möglichst berücksichtigt. Ladesäulen werden an sogenannten Points of Interests (öffentlich frequentierten Bereichen) und in Wohngebieten vorzufinden sein. Damit soll auch der Nachfrage nach Ladestrom von Bewohnerinnen und Bewohnern von Mietswohnungen gerecht werden, die keine Lademöglichkeit auf dem Grundstück haben. Erklärtes Ziel ist es die Sichtbarkeit der Ladesäulen zu erhöhen und damit die E-Mobilität insgesamt voranzubringen.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales