RÜSSELSHEIM – Mit Shaun Robert Hawkins und Anna Schneider verstärken junge Köpfe das Team der Jugendförderung der Stadt Rüsselsheim am Main. Ihr Aufgabengebiet liegt schwerpunktmäßig darin, Angebote für Jugendliche in der Innenstadt und in Haßloch-Nord zu machen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ein schwieriges Unterfangen in Pandemie-Zeiten, aber Schneider und Hawkins haben viele kreative Ideen im Kopf. „Wichtig ist vor allem der soziale Kontakt und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen“, sagt Hawkins, das würden die Jugendlichen unter Corona am meisten vermissen. In dieser besonderen Situation wolle man unterstützen.

Das sieht auch Anna Schneider so, die für den Jugendtreff Haßloch-Nord zuständig ist. Dort nutzt sie die Schließung während der Corona-Pandemie für Renovierungsarbeiten und bereitet in diesem Zusammenhang ein Kunstprojekt mit Jugendlichen vor. „Wichtig ist, dass die Jugendlichen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner haben, an die sie sich in der aktuellen, sehr besonderen Situation wenden können“, sagt sie und stellt dies im Rahmen der aufsuchenden Arbeit sowie im digitalen Raum sicher. Ihr Kollege Shaun Hawkins begleitet derzeit das „Lerncafé“ in der Löwenpassage, das in den Räumen der Gemeinwesenarbeit seinen Sitz hat. Vieles geht aktuell nur über digitale Angebote.

Wenn der Neubau am Friedensplatz fertig gestellt sein wird, zieht dort der neue Jugendtreff Innenstadt mit ein. Dann werden sich auch die Aufgaben der beiden Sozialarbeitenden ändern. Sie werden dann für den Betrieb der Einrichtung und der entsprechenden Programmplanung zuständig sein. Schon jetzt werden die beiden mit dem „MainRunner428“ im Stadtgebiet unterwegs sein. Mit diesem dreirädrigen Elektrofahrzeug werden die mobilen Angebote der Jugendförderung ergänzt, um bis zur Eröffnung des neuen Jugendtreffs nah bei ihrer Zielgruppe zu sein und sich ihren Nöten und Wünschen widmen.

„Shaun Hawkins und Anna Schneider haben beide eine Beziehung zu Rüsselsheim. Das ist ein großer Vorteil“, sagt die Bereichsleiterin der Jugendförderung Kerstin Vögtle. Schneider wurde 1996 in Kirchheimbolanden geboren, sie ist dann aber in Rüsselsheim aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach dem Abitur hat sie zunächst gejobbt und sich dann 2016 für ein Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden entschieden. Schon während ihres Studiums arbeitete Anna Schneider als Aushilfskraft in den Rüsselsheimer Betreuungsschulen mit und leitete AGs. Seit Mitte März 2021 ist sie bei der Stadt Rüsselsheim tätig und für den Jugendtreff Haßloch-Nord und die Jugendarbeit in der Innenstadt verantwortlich. Shawn Robert Hawkins wurde 1988 im spanischen Alicante geboren. Mit fünf Jahren kam er nach Deutschland und ins Rhein-Main-Gebiet. Er absolvierte eine Erzieher-Ausbildung und hat in dieser Zeit parallel für die Jugendförderung in Nauheim gearbeitet. An der Frankfurter University of Applied Sciences studierte er Sozialarbeit, sein Anerkennungsjahr brachte ihn bereits nach Rüsselsheim. Nach einem Auslandsaufenthalt kam Hawkins im Herbst 2020 nach Deutschland zurück . Seit Januar diesen Jahres ergänzt er das Team der Rüsselsheimer Jugendförderung in der Innenstadt.

Die personelle Aufstockung bei der Jugendförderung geht auf einen Stadtverordnetenbeschluss zurück. Mit der Drucksache „Zukunft der Jugendarbeit“ aus dem Jahr 2018 wurde der Aufbau der Jugendarbeit in der Innenstadt beschlossen. Ziel war vor allem, hier eine Kinder- und Jugendeinrichtung zu schaffen. „Mit diesem personellem Ausbau des Teams der Jugendförderung sind wir diesem Ziel einen deutlichen Schritt näher gekommen“, freut sich Bürgermeister Dennis Grieser. „Auch im Zusammenhang mit den Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche bin ich froh um jede weitere Ansprech- und Vertrauensperson für junge Rüsselsheimer*innen“, sagt Grieser.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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