HOFHEIM – Gemeinsam mit der Kelkheimer Stiftung „TOOLS FOR LIFE“ wirbt der Main-Taunus-Kreis für ein Schulbauprojekt im afrikanischen Senegal. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, wurden bereits erste Unterstützer für das Programm „1000 Schulen für unsere Welt“ gefunden; der Kreis trage das Vorhaben ideell und wolle der Stiftung helfen, weitere private Spendengelder zu erhalten: „Der Main-Taunus-Kreis und seine Bürger sind engagiert über seine eigenen Grenzen hinaus – das Projekt gibt ein eindrucksvolles Beispiel dafür.“ Kreistagsvorsitzender Wolfgang Männer zufolge setzt das Projekt ein wichtiges Zeichen „für den Ausbau der Bildung in der Welt, ein ganz wichtiger Schlüssel zur Entwicklung der Gesellschaften“.

Der Main-Taunus-Kreis sei international orientiert und weltweit aktiv und habe in der Stiftung einen regionalen, kompetenten Partner gefunden, der viele solcher Projekte in der Welt in Kooperationen realisiert habe. Da habe es für den Kreis nahe gelegen, sich anzuschließen und dieses Projekt zu unterstützen; auch der Kreistag habe sich mit dem Vorhaben befasst. Erste Spendenmittel wurden eingeworben und weitere sollen bei weiteren Unterstützern wie dem Lions Club folgen.

Wie die Stiftungsvorsitzende Dr. Sandra Rothenberger erläutert, soll eine Schule in Khaoul Mbafaye in der senegalesischen Region Fissel gebaut werden. Sie ist für derzeit fast 250 Schülerinnen und pro Jahr weitere 500 vorgesehen. In die aktuelle Realschule dort gehen Kinder und Jugendliche aus sieben Dörfern. Die Klassenzimmer reichen nicht aus und sind in schlechtem Zustand, außerdem gibt es keine Toiletten. In der Nähe soll nun für rund 200.000 Euro eine neue Realschule gebaut werden, die später zu einem Gymnasium erweitert werden kann. Errichtet werden sollen die Gebäude bis Oktober kommenden Jahres.

Männer zufolge zeigt das Schulprojekt, wie der Kreis auch außerhalb seiner Grenzen Gutes tun könne: „Die Schüler, die die Schule im Senegal besuchen werden, sind die Zukunft ihres Landes. Wir können dazu beitragen, dass sie bessere Bedingungen zum Start ins spätere Leben haben.“

Die Kelkheimer Stiftung wurde 2008 von dem Unternehmer Dr. Helmut Rothenberger ins Leben gerufen. Sie unterstützt seit Jahren den Bau von Bildungseinrichtungen in Afrika: „Wer über eine gute Bildung verfügt, hat bessere Chancen im Leben. Investitionen in Bildung bedeuten Investitionen in die Zukunft eines Landes“, fasst die Stiftungsvorsitzende Rothenberger zusammen.

Das Programm „1000 Schulen für die Welt“ ist eine Gemeinschaftsinitiative kommunaler Spitzenverbände, unter anderem des Deutschen Landkreistages. Dabei werden mit lokalen Partnern Schulbauvorhaben in mehreren Ländern unterstützt.

Dr. Johannes Latsch
Hofheim