RÜSSELSHEIM – Mit Fachleuten aus dem Rüsselsheimer Naturschutzbeirat sowie Vereinen und Verbänden hat sich Stadtrat Nils Kraft über die Zukunft der ökologisch wertvollen Sanddüne am Bauschheimer Neubaugebiet Eselswiese ausgetauscht. Gemeinsam mit Harald Lehmann, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, sowie Frank Kohmann, Leiter Stadtplanung, stellte er dabei die aktuelle Planung vor.

In deren Mittelpunkt steht ein Konzept, das bestehende Areal um rund 20 Meter in Richtung Osten zu erweitern. Derzeit schneidet dort ein betonierter Wirtschaftsweg die Düne ab, dahinter folgt eine Ackerfläche. Neben der räumlichen Erweiterung und der Wiederherstellung der typischen Bodenbeschaffenheit werden ein planerischer und vermutlich auch ein baulicher Schutz der Düne notwendig sein.

Bei der Planung sei es wichtig, dass organisierte Wege am Rand der Düne vorgesehen werden – sonst bahnten sich die Menschen einfach selbst Pfade, berichteten die Fachleute aus ihrer Erfahrung. Um den Zutritt zu dem sensiblen Gebiet einzuschränken, müsse man sich aber auch „Gedanken um eine solide Einfriedung“ machen, sagte Stadtrat Kraft.

Wertvolles Biotop
Die Bauschheimer Sanddüne zeichnet sich durch ihre schützenswerte Flora und Fauna aus. Dass sie in dieser Form erhalten geblieben ist, verdankt der Stadtteil einem hier früher stehenden Strommast: Während ähnliche Sandvorkommen für Bauzwecke abgetragen wurden, blieb die Düne erhalten, um die Stabilität des Masts nicht zu beeinträchtigen.

Die Naturschutzfachleute aus Stadtteil, Stadt und Region betonten im Gespräch die hohe Bedeutung des Areals als wertvolles Biotop. Die Sanddüne sei unter anderem ein wichtiger Rückzugsort für geschützte Insekten und Heimat seltener Pflanzen. Wichtig sei es, das Gebiet wirksam vor Müllablagerungen zu schützen. Auch sei eine Biotopvernetzung zu anderen Schutzflächen beispielsweise des Bauschheimer Natur- und Vogelschutzvereins erstrebenswert.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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