HOFHEIM – „Wir haben mehr Empfänger von Sozialleistungen, aber in vielen Fällen können wir auch schnell bei der Arbeitsvermittlung helfen“: Das ist die Bilanz von Kreisbeigeordnetem Johannes Baron nach einem Jahr Corona-Pandemie. Wie der Sozialdezernent erläutert, ist die Zahl der Hilfeempfänger vor allem bei den Selbstständigen gestiegen. Das Kommunale Jobcenter des Main-Taunus-Kreises habe aber auch mehr als 1600 Menschen Voll- oder Teilzeitstellen oder Mini-Jobs vermitteln können.

Baron zufolge registrierte das Jobcenter von März 2020 bis Ende April 2021 insgesamt 4299 Neuanträge auf Leistungen. Da im gleichen Zeitraum auch Personen wieder Arbeit fanden oder aus anderen Gründen keine Leistungen mehr erhielten, wuchs die Zahl der Leistungsempfänger im Kreis unterm Strich um 1191 auf 11.055 Menschen.

Vor allem unter den Selbstständigen habe sich die Zahl stark erhöht. Von 279 Selbstständigen seien 93 unmittelbar aufgrund der Pandemie auf Leistungen angewiesen. „Die Unterstützung dieser Personengruppe ist immens wichtig, weil nach der Krise nicht nur die eigene Existenz, sondern auch in vielen Fällen die Familien ihrer Beschäftigten mit abgesichert werden“, fasst Baron zusammen.

Gleichzeitig weist der Sozialdezernent auf Erfolge bei der Arbeitsvermittlung hin. So seien bis Jahresende 1062 Personen in Voll- und Teilzeitstellen sowie 578 in Mini-Jobs vermittelt worden: „Jede einzelne Vermittlung in dieser besonderen Krisenzeit ist ein großer Erfolg und führt zu mehr Normalität.“

Damit auch trotz Krise Vermittlungen erfolgreich laufen könnten, halte das Jobcenter intensiven Kontakt zu Unternehmen der Region. Über einen regelmäßigen Bewerberanzeiger werden den Angaben zufolge rund 1500 Firmen in der Region mit Informationen zu den aktuell Stellensuchenden versorgt. Unternehmen, die in den Verteiler aufgenommen werden möchten, können sich unter arbeitgeberservice@mtk.org melden.

Dr. Johannes Latsch
Hofheim