RÜSSELSHEIM – Damit alle Jugendlichen den Übergang von der Schule in den Beruf gut schaffen, hat der Magistrat die Fachstelle Jugendberufshilfe eingerichtet. Die Volkshochschule, die Betriebsteil von Kultur123 Stadt Rüsselsheim ist, setzt den Auftrag des Magistrats um. Zur Fachstelle gehört die in der Kürbisstraße 42 untergebrachte Beratungsstelle Ausbildung und Arbeit.

„Ein guter Start in das Berufsleben ist für junge Menschen ein sehr wichtiger Lebensabschnitt, denn er entscheidet mit über die spätere wirtschaftliche und soziale Situation. Deshalb ist es wichtig, hier den Unterstützungsbedarf zu betrachten und gezielt Hilfestellung zu geben, wo sie erforderlich ist“, sagt Bürgermeister und Bildungsdezernent Dennis Grieser, der den Jahresbericht 2020/21 jetzt dem Magistrat vorlegte.

Die Arbeit der Fachstelle Jugendberufshilfe ist Teil des Regionalen Bildungsprogramms im Kreis Groß-Gerau und der hessenweiten Strategie zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule/Beruf  („OloV“). Ziel dieser Strategie ist es, die Angebote der Akteurinnen und Akteure so miteinander abzustimmen, dass jeder junge Mensch ohne unnötige Umwege eine Anschlussperspektive erhält. Die Beratungsstelle sorgt mit ihren vielfältigen Projekten und Angeboten für die operative Umsetzung der Strategie und sichert die Berufswegplanung als Baustein des Übergangsmanagements an den Rüsselsheimer Schulen. Darüber hinaus ist sie Ansprechpartnerin für Schulen, Institutionen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Vereine und Betriebe in Rüsselsheim für alle Fragen rund um das Thema „Übergang Schule-Beruf“.

Seit 1. Januar 2020 ist die Fachstelle außerdem mit der Umsetzung des Projekts „Integration gemeinsam und aktiv gestalten“ (Inga) im Rahmen des ESF – Förderprogramms „Jugend stärken im Quartier“ (JustiQ) beauftragt. Zielgruppe sind neu zugewanderte junge Menschen mit Fluchthintergrund und junge Menschen aus dem EU-Raum (sogenannte Seiten-Einsteigerinnen und -Einsteiger). Sie werden bei ihrer beruflichen und gesellschaftlichen Integration sowie ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt.

Eine besondere Situation hat sich im Berichtszeitraum durch Corona ergeben. Hierauf nimmt der Bericht besonderen Bezug. Im Lockdown wurden beispielsweise hybride Formen der Beratung gefunden, um den Kontakt zu den jungen Menschen nicht abreißen zu lassen und sie im beim Start in den Beruf zu unterstützen. „Die angekündigten Öffnungen von Schulen und sozialen Einrichtungen helfen nun, damit das Konzept der Stabilisierung im vollen Umfang wieder aufgenommen werden kann“, erklärt Grieser.

Hervorgegangen ist die Fachstelle Jugendberufshilfe aus der Ausbildungsinitiative der Stadt Rüsselsheim am Main, die 1998 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden war. Seit 1. Januar 2011 nimmt der Eigenbetrieb Kultur 123 Stadt Rüsselsheim im Betriebsteil Volkshochschule die Aufgaben der Fachstelle Jugendberufshilfe wahr. Die Beauftragung erfolgt alle zwei Jahre durch Beschlussfassung des Magistrats. In den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung wird regelmäßig über die Arbeit der Fachstelle berichtet.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales