KRIFTEL – „Uns erreichen in letzter Zeit fast täglich Anrufe von besorgten Kriftelern, die Ratten gesehen haben, zum Beispiel im Umfeld des Friedhofs oder auf Grünanlagen“, erzählt Celia Volk vom Krifteler Friedhofsamt. Auch Alicia Seeharsch vom Ordnungsamt kann von Anrufen und E-Mails berichten. „Dieses Jahr scheint die Zahl der Ratten zugenommen zu haben“, sagt sie. Ob das am kalten Winterwetter lag oder an vielen im Homeoffice befindlichen Menschen kann sie nicht sagen. „Es werden zurzeit einfach mehr Tiere gesichtet und viele finden sie nun einmal sehr ekelig.“

Ein bis zweimal im Jahr legt eine von der Gemeinde beauftragte Firma zur Schädlingsbekämpfung Giftköder im öffentlichen Kanalnetz aus. „Auch am Friedhof, am Bahnhof oder im Freizeitpark werden Fallen mit Ködern aufgestellt“, erzählt Alicia Seeharsch. Inzwischen habe die Gemeinde auf die Beschwerden reagiert und die Schädlingsbekämpferin aus Hofheim beauftragt, die Bekämpfung zu intensivieren. Alle zwei Wochen werden nun die Köder erneuert, zusätzliche wurden ausgelegt.

„Jeder kann mithelfen, die Ausbreitung der Ratten zu bremsen“, betont der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Er appelliert an die Bürger, keine Essensreste in die Toilette zu werfen, Lebensmittel insbesondere Obst und Gemüse nicht auf dem Komposthaufen zu entsorgen, Müll in Mülleimern zu entsorgen und auch Vögel nicht am Boden, sondern mit speziellen Futterspendern zu füttern. Auch gelbe Säcke sollten nicht schon Tage vor der Abholung vor die Tür gestellt werden. Auf Privatgrundstücken seien die Bürger verpflichtet, sich selbst um Schädlingsbekämpfung zu kümmern.

 Infos gibt die Firma „Schädlingsbekämpfung Rhein Main“ unter 06192/9517638 oder Alicia Seeharsch im Ordnungsamt unter 0619/4004-65.

Tina Schehler 
Gemeinde Kriftel