RÜSSELSHEIM – Die Grundschule Hasengrund wechselte nach den Sommerferien als zweite Rüsselsheimer Grundschule in den Pakt für den Nachmittag. Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser ließ sich nun bei einem Ortstermin zeigen, dass die Umstellung der Grundschule pädagogisch und räumlich gut gelungen ist.

Der Pakt für den Nachmittag ist eine Kooperation des Landes Hessen mit den kommunalen Schulträgern, um ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot an Grundschulen und Förderschulen anzubieten. Teilnehmende Schulen betreuen Schülerinnen und Schüler ganztägig, von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und an fünf Tagen in der Woche, sowie in den Schulferien. „Mit der Ausweitung unseres Betreuungsangebots verbessern wir nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern sorgen auch für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe in Rüsselsheim“, erklärt Schuldezernent Grieser.

Hierzu wurden zum neuen Schuljahr das pädagogische Ganztagskonzept sowie das Raumkonzept der Grundschule Hasengrund angepasst. In Folge dessen wurde die von der Sophie-Opel-Schule als Interim II bekannte und nicht mehr benötigte Modulanlage bezogen, wo nun die dritten und vierten Klassen der Grundschule untergebracht sind. Die dadurch im Hauptgebäude frei gewordenen Flächen stehen nun für das erweiterte Ganztagsangebot zur Verfügung. Zudem wurde die bereits vorhandene Mensa an den größeren Bedarf angepasst, und eine Lehrküche wird auch in Kürze fertiggestellt sein. „Mit der zusätzlichen Fläche hat sich die Platzsituation an der Schule auf jeden Fall verbessert“, bestätigt auch Schulleiterin Petra Löhr, die den Schuldezernenten durch die Räume führt.

Mit der Ausweitung des Betreuungsangebots an der Grundschule Hasengrund betreibt die Stadt Rüsselsheim aber auch schon Vorsorge für kommende Entwicklungen. „Zwischen 2026 und 2029 wird eine bundesweite Betreuungsgarantie für Grundschulkinder aufgebaut. Je früher wir daher anfangen, unsere ganztägigen Betreuungsangebote in Rüsselsheim auszubauen, desto besser wird uns das auch gelingen“, sagt Grieser. Dass der Bedarf für eine ganztägige Betreuung tatsächlich groß ist, zeigen exemplarisch die aktuellen Betreuungszahlen der Grundschule Hasengrund. „Bereits 180 Schulkinder, also rund zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler, nutzen unsere Nachmittagsbetreuung. Und knapp 70 Kinder nehmen ein warmes Mittagessen bei uns ein. Die Tendenz ist dabei weiter stark steigend“, wie Schulleiterin Löhr ausführt. Durch die enge Verzahnung der städtischen Betreuungsschule mit dem Ganztagsprogramm der Schule konnten die Ganztagsplätze deutlich ausgeweitet werden. Mit dem Beitritt zum Pakt für den Nachmittag kann nun allen Kindern ein bedarfsgerechtes Angebot vorgehalten werden.

Dabei plant der Schuldezernent schon die nächsten Schritte in Richtung Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Schulkinder. Künftig soll bei Neuaufnahmen von Kindern der Grundsatz der Vereinbarkeit von Familie und Beruf so ausgelegt werden, dass auch Kinder einen Platz erhalten können, wenn Eltern nur teilweise oder nicht berufstätig sind; bis die vorhandenen Platzkapazitäten flächendeckend in Rüsselsheim geschaffen sind, soll Grundlage hierfür eine Staffelung der Priorisierung bei der Vergabe der Betreuungsplätze sein. Dank des Pakts für den Nachmittag gilt das bei der Grundschule Hasengrund bereits. „Im Rahmen des Pakts für den Nachmittag werden hier schon alle Kinder betreut“, betont Grieser.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
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