Diese Sechslinge wurden vor wenigen Minuten beringt – Foto: Bernd Zürn

FLÖRSHEIM – Mit einer ‚Zwei minus‘ benotet der pensionierte Lehrer Bernd Zürn die Situation der Steinkäuze in diesem Jahr für den Bereich des BUND Flörsheim. Knapp ein Drittel der von den Naturschützern in den Gemarkungen Flörsheim, Wicker und Weilbach aufgehängten 36 Steinkauzröhren wurden in diesem Jahr nachweislich von Steinkäuzen genutzt. Bei den Kontrollen im Mai und der Beringung am 12. Juni 2021 wurden 16 Altvögel, mindestens 23 Junge und ungefähr 10 Eier beobachtet.

Die Erfassung des Steinkauznachwuchses war in diesem Jahr schwierig. Das lag an dem relativ großen Unterschied in der Entwicklung der Jungtiere. Während sich in einigen Gelegen schon leicht befiederte Jungen zeigten war in anderen Nestern die Eiablage noch nicht beendet. Klar, dass das Zählen der Eier kaum möglich ist, wenn das Weibchen darauf sitzt und brütet. Dadurch kommt es zu erheblichen Erfassungsdifferenzen.

Bestandserhaltung ist auch in diesem Jahr gesichert
Inzwischen liegen auch die Ergebnisse aus anderen Gemeinden des MTK vor. Von 70 gezählten Brutpaaren hatten 56 Paare nachweislich eine Brut mit insgesamt mindestens 165 Jungen. Das ergibt rund 2,9 Junge pro Brutpaar. Eine erfreuliche Zahl. Sie zeigt, dass damit die Reproduktion, also die Bestandserhaltung, auch in diesem Jahr gesichert ist.

Während sich die Krifteler über 25 Jungkäuze freuen ist der Erfolg in Okriftel recht enttäuschend. Bei ihrer Kontrolle am 10. Mai wurden Willi Reinhart und Bernd Zürn nur in zwei von insgesamt 14 Röhren fündig: Drei bzw. fünf Eier sowie zwei Altvögel waren das recht dürftige Ergebnis.

Bernd Zürn
Flörsheim