Foto: Stadt Hochheim am Main

HOCHHEIM – Am 30. Juni fand im Weinbaumuseum eine Probe zum Thema „Weinbau im Nebenerwerb“ statt. Die Ehrenamtlichen Melanie Müller und Tom Huntemann verkosteten mit den zahlreich erschienenen Gästen insgesamt 9 Weine von Winzerinnen und Winzern aus Hochheim und dem Rheingau.

Sie präsentierten Weine in der Bandbreite vom rheingautypischen Konsumwein bis hin zu Qualitäten der Spitzenklasse. Auch Besonderheiten wie beispielsweise ein Sekt nach der Methode Rural oder ein maischevergorener Riesling waren vertreten und jeder einzelne Wein der Probe fand seine Liebhaber im Publikum.

Genauso interessant wie die Weine sind ihre Produzentinnen und Produzenten – auch hier wussten Müller und Huntemann einige spannende Geschichten zu erzählen. Um Themen wie „Pacht- und Bewirtschaftungsvertrag“ oder „Pressen mit der Korbpresse“ entwickelten sich interessante Diskussionen im sachkundigen Publikum – ohne dass dabei die Wein-Neulinge zurückgelassen wurden.

Da auch hochpreisige Weine verkostet wurden, kam die spannende Frage auf, wie es die Erzeuger schaffen, diese Weine nicht nur in Weinberg und Keller zu produzieren, sondern auch zu vermarkten. Tom Huntemann erklärte, dass keiner der Erzeuger darauf angewiesen ist, von seinem Hobby zu leben. Ein Hobby, dass das Warten auf Kunden am Wochenende in der Regel nicht einschließt. Also muss Wiederverkäufern wie Fachhändlern und der Gastronomie eine Gewinnspanne in der Preisgestaltung angeboten werden. Auch finden Spezialitäten abseits des Mainstream oft eine weniger preissensitive Kundschaft.

Mit dem Hinweis auf die nächste Probe am 28. Juli um 19.30 Uhr zum Thema „Hochheimer Weine – Jahrgang 2021“ endete der Abend im Weinbaumuseum.

Weitere Informationen über das Hochheimer Weinbaumuseum sind unter www.hochheim-tourismus.de zu finden.

Magistrat der Stadt Hochheim am Main