RÜSSELSHEIM – „Die Deutsche Rentenversicherung hat ohne jegliche Vorlaufzeit Fakten geschaffen“, ärgert sich Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser über die unvermittelte Einstellung der Rentenberatung im Haus der Senioren durch die Deutsche Rentenversicherung (DRV)

 

Die Stadtverordneten werden nun in einer Berichtsvorlage des Magistrats darüber informiert, dass die DRV ihr Serviceangebot in Rüsselsheim auf digitale Kanäle verlagert hat beziehungsweise alternativ auf die Beratung in den umliegende Großstädten Mainz, Darmstadt und Wiesbaden verweist.

 

„Damit verschlechtert sich die Beratungslandschaft für diejenigen, die nicht mobil sind oder im Umgang mit digitalen Medien nicht vertraut sind“, erklärt Dennis Grieser die Problematik. „Da die Räumlichkeiten für die Beratung von der Stadt kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden, erschließt sich mir das Vorgehen der DRV überhaupt nicht“, so Grieser weiter. In seinem Schreiben fordert er die Deutsche Rentenversicherung dazu auf, weiter gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen zu suchen.

 

Sollte eine Einigung nicht möglich sein, so muss die Stadt Rüsselsheim zukünftig selbst die qualifizierte Entgegennahme von Anträgen sicherstellen. Dies erfordert den Einsatz von geschultem Personal und zieht die Bereitstellung entsprechender Technik nach sich, da das Land davon ausgeht, dass eine allgemeine Hilfestellung beim Ausfüllen von Leistungsanträgen vor Ort erfolgt und bei Entgegennahme der Anträge auch eine Prüfung auf Vollständigkeit der Angaben stattfindet.

 

„Dies stellt eine weitere Mehrbelastung der Kommune ohne finanziellen Ausgleich dar“, fasst Grieser das Vorgehen der DRV und die Erwartungshaltung des Landes Hessen zusammen.

Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main
Fachbereich Zentrales