Jahresausflug des Mombacher Gesangvereins 1878

Mombach – Bei strahlendem Sonnenschein starteten 75 Sänger, Mitglieder und Freunde des Mombacher Gesangvereins 1878 mit zwei Bussen zum Jahresausflug. Auf halber Strecke stärkten sie sich erst einmal mit dem zünftigen Mainzer Frühstück Weck‘ Worscht und Woi, bevor, das erste Ziel des Tages, die Stadt Speyer, eine der ältesten Städte Deutschlands, erreicht wurde.

Weithin bekannt ist Speyer durch seinen Kaiser- und Mariendom, die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche. Sie wurde vor ca. 1000 Jahren erbaut und gehört seit 1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier durften die Sänger unter der Leitung ihrer Dirigentin Ingrida Schwedass einige geistliche und religiöse Lieder vortragen, ganz zur Freude der mitgereisten Freunde der Chormusik und der weiteren zahlreichen Zuhörer im vollbesetzten Dom, die reichlich Applaus spendeten. Die anschließende Freizeit nutzten die Mombacher zur Besichtigung einiger der zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die die Domstadt zu bieten hat, z.B. weitere Kirchen, das Purmannhaus, den Kulturhof Flachsgasse oder das Altpörtel, einem der höchsten Stadttore Deutschlands, das um 1300 erbaut wurde. Interessante Einblicke in das jüdische Leben und seine Rituale vor dem 16. Jahrhundert bot der Rundgang durch den Judenhof mit Synagoge, einst zentraler Bezirk des mittelalterlichen jüdischen Viertels mit dem in Mitteleuropa ältesten erhaltenen Ritualbad, hebr. „Mikwe“, und durch das umfangreiche, sehr informative Museum SchPIRA .

Die Straßencafés luden zum Verweilen ein und die zahlreichen Geschäfte sowie ein riesiger Flohmarkt boten Gelegenheit zum Bummeln und Einkaufen. Am frühen Abend ging es dann weiter zum Abendessen und zum gemütlichen Beisammensein in die Museumsschänke „Frangel“ nach Alzey-Schafhausen. Hier kann man Rheinhessische Spezialitäten zwischen alten Nähmaschinen und Sammlerstücken genießen. In dem einzigartigen Museum sind unzählige Nähmaschinen und andere Schätze aus dem 19. Jahrhundert zu bestaunen.

Es sind viele kleine Kunstwerke, auf Antik- und Flohmärkten erstanden und liebevoll restauriert. Viele Exponate haben ihre eigene Geschichte, die der Wirt gerne zum Besten gibt. Nach dem Essen erfreuten die Sänger die große Sängerfamilie noch einmal mit einem bunten Strauß fröhlicher Lieder, bevor alle gutgelaunt und mit vielen Eindrücken die Rückfahrt antraten.