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Jeder Tag ist Dreck-weg-Tag

HECHTSHEIM – Chipstüten, Kaugummis und Zigarettenstummel. Vor allem Zigarettenstummel. Das ist die Ausbeute rund um den Zagrebplatz am städtischen Dreck-weg-Tag. Der hinterlassene Müll, der sich zumeist in der Nähe der vorhandenen Abfalleimer befindet, ist rund um den Spielplatz immer noch keine Seltenheit. Es habe sich in den vergangenen Jahren allerdings schon ein ganz anderes Bild ergeben, erklärt Peter Kilian vom CVJM, dem Christlichen Verein Junger Menschen. Der Verein zählt rund 60 Mitglieder. Bereits seit mehr als 20 Jahren habe sich zudem eine Interessengruppe aus dem Verein heraus gebildet, die sich bis heute als Patenschaftsgruppe dem unermüdlichen Wirken zum Wohl des Zagrebplatzes und seiner jungen und alten Besucher angenommen hat.
„Gras stand damals so hoch“, sagt Peter Kilian. Seine Hand hält er gut einen Meter über den frisch gemähten Rasen. „Auch auf den Streetballplatz sind wir besonders stolz. Man muss den jungen Menschen etwas bieten, damit sie nicht auf andere Gedanken kommen.“ Damit meint er den Vandalismus, der über lange Zeit hinweg keine Seltenheit am Zagrebplatz war, sodass Stimmen wie „Du spielst dort besser nicht“ laut wurden. Das hat sich in den vergangenen Jahren geändert.
Der ein Mal im Jahr stattfindende Dreck-weg-Tag, der vor 18 Jahren von der Stadt Mainz initiiert wurde, sei wichtig für die Präsenz und Kontinuität dieser Idee. Darüber hinaus trifft sich die Patenschaftsgruppe des CVJM jeden dritten Samstag im Monat ab 10 Uhr, um sich um den „Müll der anderen“ zu kümmern. Jede und jeder ist herzlich willkommen, für ein sauberes Miteinander zu sorgen. Nicht nur ein Mal im Jahr, am liebsten stetig. „Nicht ein einziger monatlicher Aktionstag ist bisher ausgefallen!“

Vereine und Privatpersonen gleichermaßen organisieren sich an diesem Tag. Von der Hechtsheimer Kerbejugend, die sich gemeinsam mit der Gruppe „Frau Scheib“ um das Kirchenstück kümmerte, über die Mainzer Geo-Chacher bis hin zu Ulrich Göbel und dem Reitsportverein Schwarz-Weiß, der IGBD-Gemeinde und den politischen Parteien: Die Grünen, die CDU und die ÖDP waren am letzten Samstag im März mit Eimern und Müllzangen draußen, um sich um die Hexemer Landschaft zu kümmern. Anschließend fand ein gemeinsames Mittagessen für alle Helferinnen und Helfer im evangelischen Gemeindehaus in der Lion-Feuchtwanger-Straße 14-16 statt.