Jugendfeuerwehren der VG Bodenheim zeigten ihr Können

Lörzweiler – Etwa 70 Jungfeuerwehrleute aus Bodenheim / Nackenheim, Gau-Bischofsheim, Harxheim und Lörzweiler waren im Einsatz bei der Jahresübung der Jugendfeuerwehren der VG Bodenheim, die dieses Mal in Lörzweiler stattfand.

Die Aufgabe des Floriansnachwuchses war das Löschen eines Brandes, der in der Grundschule entstanden war, und das Bergen von Verletzten. Mit eingebunden in die Übung war auch die Malteserjugend, die zum einen für die Erstversorgung zuständig war, zum anderen waren einige Jugendliche als „Verletzte“ hergerichtet worden, die an verschiedenen Orten auf ihre Rettung warteten. Insgesamt waren rund 100 Akteure im Einsatz.

Viele Zuschauer hatten sich eingefunden, darunter Eltern und Geschwister der Jungfeuerwehrleute, aber auch Verantwortliche für die Freiwillige Feuerwehr, wie der Bürgermeister der VG, Wehrleiter Bernward Bertram und die Wehrführer der Ortsgemeinden sowie der Kreisjugendfeuerwehrwart Björn Roos.

Lautes Martinshorn kündigte schließlich das Herannahen der Feuerwehrwehrfahrzeuge an und dann erschienen die Jungen und auch erstaunlich viele Mädchen in ihren Uniformen. Tragen, Schläuche und allerlei Gerät wurden herbeigebracht, die ersten „Retter“ eroberten die Schule, aus der Qualm drang. Andere suchten in der Schulmensa, die im Kellergeschoss untergebracht ist, nach Verletzten. Von den Maltesern wurden diese an der Verletztensammelstelle erstversorgt, während inzwischen aus den ersten C-Rohren schon das Wasser auf das Schuldach schoss.

Die Grundschule sei für eine solche Übung gut geeignet, weil zwei Angriffswege vorhanden sind, meinte der Lörzweiler Jugendfeuerwehrwart Michael Muth, der die Übung koordiniert hatte. Denn etwa zehn bis zwölf Fahrzeuge waren im Einsatz.

Alle Grundtätigkeiten, die in den Gruppenstunden trainiert werden, sollten bei der Übung gezeigt werden. Björn Roos wie auch Bernward Bertram zeigten sich am Ende sehr zufrieden mit der Leistung des Nachwuchses. Der Wehrleiter hob hervor, dass die Nachwuchsgewinnung natürlich sehr wichtig, dass aber Jugendarbeit eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe sei. Im Alter von zehn Jahren können Kinder in der Jugendfeuerwehr aufgenommen werden, erst ab 16 kann man aktiver Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau werden.

Nach dem Zusammenpacken – ebenfalls ein wichtiger und auch zeitaufwendiger Teil der Übung, denn die Gerätschaften müssen immer sofort wieder einsatzbereit sein – gab es eine kurze Besprechung und anschließend einen rheinhessischen Imbiss mit Weck, Worscht und Getränken.