Körperverletzung mit Kubotan

Beim Versuch, ein Paket aus einem Kiosk in der Illstraße abzuholen, kam es zu einer Wechselseitigen Körperverletzung zwischen 3 Männern, bei der auch ein kleiner Stock, ein sogenannter Kubotan eingesetzt wurde. Der Kubotan ist eine Waffe, die in verschiedenen Kampfkünsten Verwendung findet, zur Selbstverteidigung dient und laut Waffengesetz nicht verboten ist.

Zu der Auseinandersetzung kam es, weil ein 51-jähriger Mainzer ein Paket von der DHL-Station im Kiosk abholen wollte, dies aber nicht ausgehändigt bekam. Der 44-jährige Ladeninhaber musste dem 51-Jährigen mitteilen, dass er das Paket nicht aushändigen durfte, da der Mann nicht über die nötigen Aushändigungsformulare verfügte. Daraufhin kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, in dessen Verlauf der 51-Jährige das Paket an sich nahm und den Kiosk verlassen wollte. Der Ladeninhaber stellte sich dem Mann in den Weg und hinderte ihn am Verlassen, wobei dessen 31-Jähriger Bruder zu Hilfe kam.

Hierbei kam es zum Gerangel, in dessen Folge einige persönliche Gegenstände des 51-Jährigen zu Boden fielen. Er kniete sich nieder um diese aufzuheben und zog den Kubotan aus seiner Hosentasche. Beim Aufstehen stach er nun dem Bruder des Ladeninhabers mehrfach in den Oberkörper, was der Ladeninhaber mit Faustschlägen ins Gesicht des Mannes quittierte. Dadurch gelingt es den beiden Brüdern, den Mann aus dem Laden zu schieben. Bei diesem Vorgang stach der 51-jährige Mainzer mit dem Kubotan auch noch in die Hand des Ladeninhabers. Die beiden Brüder erlitten oberflächliche Verletzungen, wobei der jüngere der beiden vorsorglich zur weiteren Abklärung der Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde.