Mainzer pilgern zu Mainzer Heiligen

Hechtsheim – Unter dem Motto „Kommt und seht“ lädt die Hechtsheimer Pfarrgemeinde St. Pankratius alle Interessierten am Sonntag, 18. Juni zu einer „Wallfahrt zu den Mainzer Heiligen“ ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr die Karmeliterkirche (Karmeliterplatz 5). Weitere Pilgerstationen sind die Kirchen St. Christoph (Christofstr. 1) und St. Quintin (Quintinstr. 5). Die Wallfahrt endet mit dem Besuch der Ostkrypta des St. Martin-Domes. Dort feiert der Pfarrer von St. Pankratius, Michael Bartmann, vor einem kostbaren Schrein mit Reliquien von 22 Mainzer Heiligen einen festlichen Gottesdienst.

In der Karmeliterkirche gedenken die Pilgerinnen und Pilger vor allem der dort verehrten heiligen Therese von Lisieux und des seligen Titus Brandsma. In der Kirche befindet sich außer dem Reliquiar der 1997 zur Kirchenlehrerin ernannten heiligen Therese auch ein modern gestalteter Schrein mit Reliquien des seligen Titus Brandsma, einem Theologen aus den Niederlanden, der wegen seines Widerstandes gegen den Nationalsozialismus im KZ Dachau ermordet wurde.

In der Christophkirche, die durch die Zerstörung im 2. Weltkrieg als Ruine zum Mahnmal der Stadt Mainz für die Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg wurde, beten die Pilgerinnen und Pilger für die unter Krieg und Terror leidenden Menschen in der ganzen Welt. Im Hauptaltar der St. Quintinkirche, der vorletzten Pilgerstation, ist eine

Reliquie dieses Heiligen im Hauptaltar eingelassen. Eine weitere liegt in einem kostbaren Schrein, den der Bischof von Soissons/Frankreich 1950 dem Mainzer Gotteshaus geschenkt hatte. Verehrt wird dort an einem Altar auch der hl. Apostel Judas Taddhäus. Der abschließende feierliche Gottesdienst in der nur selten geöffneten Ostkrypta des Mainzer Domes steht ganz im Zeichen der Mainzer Heiligen, insbesondere der hl. Äbtissin Bilhildis, des hl. Martin und des hl. Rhabanus Maurus.