Start Hartenberg-Münchfeld MCV will Zugente einen Elektromotor verpassen

MCV will Zugente einen Elektromotor verpassen

HARTENBERG –Seit der 1. Mainzer Minigolf-Club im letzten Jahr die Deutsche Meisterschaft ausrichtete, mag die Anlage im Hartenbergpark nicht mehr so viele Spieler zur gleichen Zeit gesehen haben. Der Mainzer Carneval-Verein 1838 (MCV) trachtete, mit einem Benefiz-Minigolf-Turnier die mittlerweile 30-jährige Zugente zu retten und zugleich zukunftsfähig zu machen. Im Sinne der Nachhaltigkeit soll sie mit einem Elektromotor ausgestattet werden. „Eine Ladesäule haben wir schon geschenkt bekommen“, sagte MCV-Vorstand Michael Bonewitz am Rande des Turniers. Tolles Wetter und die super Stimmung unter den Gästen ließ auch Hans-Jörg Langenbach, Hauptorganisator mit Bonewitz und Walter Born, vor Freude strahlen. Vor allem, als herauskam, dass die Einnahmen aus Teilnahmegebühren zusammen mit freiwilligen Spenden die 5000 Euro-Grenze wohl überschreiten werden. Dafür hat sich der MCV-Vorstand in Kooperation mit dem MGC und seinem Vorsitzenden Norbert Kramer ganz schön ins Zeug gelegt.

Sogar Minigolf-Weltmeister Marcel Noack war gekommen und gab den Spielern Tipps. Weit über 30 Teilnehmer hatte Walter Born gezählt, dazu noch acht Kinder, unter ihnen auch Kinderprinz Finn Weber. Ja, die Zugente blieb mehrfach stehen in den letzten Jahren beim Rosenmontag, man erinnert sich. Auch dann kam sie ins Stocken, als ein Käfermotor und eingebaut und der gesamte heimliche Star der Mainzer Straßenfastnacht generalüberholt war. So entstand die Idee, ihr einen neuen Antrieb zu verpassen. Die MCV-Zug-En(d)te soll künftig möglichst umweltfreundlich und eventuell sogar rein elektrisch fahren. Zu gewinnen gab es übrigens auch etwas: Freifahrt-Tickets auf den Schiffen der Köln-Düsseldorfer, die Zugen(d)ten-Spieluhr, eine Mitfahrt beim Rosenmontagszug oder Eintrittskarten für MCV-Sitzungen in der kommenden Kampagne. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer eine Bade-Zugen(d)te.In der kommenden Kampagne feiert die MCV-Zug-En(d)te also 30-jähriges Jubiläum. „Auch mit neuem Antrieb muss die Zug-En(d)te beim Rosenmontagszug immer mal wieder stehenbleiben, weil Besucher sich mit ihr zusammen fotografieren lassen wollen“, sagte Michael Bonewitz lachend.