Start Mainz-Laubenheim Neue Gesichter von Alt-Laubenum

Neue Gesichter von Alt-Laubenum

LAUBENHEIM – Wir sind in Nubenheim im Jahre 773, und wir sind in Laubenheim im Jahre 2018 im katholischen Pfarrheim. Den historischen Bogen in Foto, Film und Wort spannte nun zum sechsten Mal der Hobby-Heimathistoriker Jupp Heck. Einige Histörchen, die man noch nicht kannte und viele Bilder, die das Publikum im proppenvollen Saal noch nicht gesehen hatte, standen auf dem Programm. Mittlerweile gibt es sogar eine AG im Heimat- und Verkehrsverein, die Arbeitsgruppe Historisches Laubenheim.
Der Laubenheimer Jupp Heck hat über Jahre alte Fotos und Ansichtskarten von Laubenheim gesammelt und es kommen immer noch neue hinzu. Unterstützt von Ortsbeirat und Heimat- und Verkehrsverein, dem Altphilologen und Ortschronisten Dr. Gebhard Kurz und dem Initiator und Gründer des Kleines Museums, Fritz Berena, hat Heck bereits eine Chronik in Bildern erstellt. Zusätzlich aber lädt er immer wieder ins Katholische Pfarrzentrum ein, um dem interessierten Publikum diese Bilder zu zeigen. Vorsitzender Klaus-Dieter Rank begrüßte die Gäste im katholischen Pfarrzentrum, das wie gewohnt bis auf den letzten Platz gefüllt war.

In Form eines Rundgangs startete Heck – und das ist jetzt schon Tradition – mit der Titelfolie, die schon mehrfach überschreiben wurde. Ging es erst darum, den Zeitraum von 1890 bis heute zu beleuchten, geht es jetzt bis ins Jahr 773 zurück, wo das heutige Laubenheim, damals Nubenheim, mit einer Urkunde vertreten ist. „Die Urkunde befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Marburg, wir werden sie kaum im Original nach Laubenheim bekommen“, erklärte Jupp Heck, aber auch hier hatte er eine Fotografie. Einen Ortsplan von 1810 fand Georg Flick fand man unter den Dachziegeln des Rathauses.
Rund 250 Bilder von Alt-Laubenheim wechselten schnell. Heck sagte, er wolle die Erläuterungen kurz halten und verwies auf die zahlreichen Print-Ausgaben zum historischen Ort, herausgegeben von der Ortsverwaltung, die man am Eingang erstehen konnte. Bilder der Klotzbach-Villa, der Weinlese, des Jubiläums der Alemannen irgendwann in der 50ern, von Häusern, die es nicht mehr gibt, und von Kriegsschäden liefen vor den Augen des Publikums ab. Als gebürtiger Laubenheimer wusste Heck, wessen Oma beim Bombenanagriff auf Laubenheim umkam, wo Dr. Kurz als Kind auf dem Weinlese-Foto zu finden ist, oder in welchem Haus Wolfgang Stampp einmal wohnte. Hier ging es in etwa um die Erfassung der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. 1969 folgte die Eingemeindung nach Mainz und dies bewies hier ein Ortsschild. Zwei, drei kurze Filme und Fotos von den Kriegsschäden in Laubenheim vom Bombenangriff von 20.12.1943 gehören zu den Muss-Bildern.