Neue Parkregelung für Alt-Kastel?

Kastel – Im engen Kasteler Ortskern haben die Anwohner seit Jahren Schwierigkeiten, einen Parkplatz zu finden. Daher denkt die Wiesbadener Verwaltung nun darüber nach, in Alt-Kastel das Konzept des Bewohnerparkens einzuführen. „Nach 8 Uhr morgens ist es schwierig, einen Parkplatz zu finden“, sagte Ortsvorsteherin Christa Gabriel (SPD) jetzt in einer Bürgerinformation zum geplanten Bewohnerparken im Bürgerhaus. „Wir haben im Ortsbeirat immer wieder Beschwerden wegen der Parksituation.“

Das Erstellen einer Parkraumstudie wurde an ein externes Büro vergeben, teilte Oliver Röhl vom Tiefbauamt mit. Die Voraussetzungen wie erheblicher Parkdruck sowie eine maximale Ausdehnung von 1000 Metern sei in Alt-Kastel gegeben. Wie in der Wiesbadener Innenstadt soll das Bewohnerparken montags bis freitags jeweils von 9 bis 20 Uhr gelten. „Das ist für normale Wohngebiete optimal“, betonte Röhl. In der Planung ist das Areal zwischen In der Witz, Admiral-Scheer-Straße, Philippsring, Kronenstraße, Rathausstraße und Ludwigsrampe. Parken mit Parkscheibe ist für zwei Stunden frei. Parker mit Bewohnerparkausweis sind von der Benutzung der Parkscheibe befreit.

Der Parkausweis kostet 23,50 Euro und gilt zwei Jahre. Der Parkausweis ist ab vier Wochen vor Einführung der neuen Parkregelung im Zentralen Bürgerbüro, Dotzheimer Straße 6-8, bei der Zulassungsstelle in der Stielstraße in Schierstein sowie online unter www.wiesbaden.de erhältlich. Ausnahmegenehmigungen erteilt die Straßenverkehrsbehörde, Gustav-Stresemann-Ring 15, Gebäude A.

Die Kasteler Bürger hatten eine Reihe von Anregungen und Einwänden. „Das große Problem ist die Kontrolle in Kastel“, klagte Ortsbeiratsmitglied Josef Kübler (SPD). „Es gibt viele Parkverbote und Halteverbote, die nicht eingehalten werden.“ Es werde kreuz und quer geparkt, bekräftigte Michael Schmutzler. Ein anderer Anwohner sprach in punkto Parksituation in Kastel von „Anarchie“. Das Hauptproblem seien die vielen Pendler, die die ganze Woche in Kastel umsonst parkten, bekräftigte der frühere Kasteler Ortsvorsteher Hartmut Bohrer (AUF). Jutta Deuser-Bettin (FDP) fragte, ob es Ausnahmeregelungen für die Beschäftigten gebe. „Wir müssen erstmal die Grundlagen schaffen, um kontrollieren zu können“, entgegnete Röhl. „Es gibt keine Ausnahmen, die Beschäftigten trifft es am härtesten.“ Das neue Konzept soll nach den Sommerferien auch im Ortsbeirat diskutiert werden.

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Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967, und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für Journal LOKAL - die lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.