Neustadt-Ortsvorsteher Klomann hielt Bürgersprechstunde über Facebook

NEUSTADT – Heutzutage kommt kaum einer an den sozialen Netzwerken vorbei. Erst recht die Politiker müssen mit der Zeit gehen und dürfen sich Facebook & Co. nicht verschließen, wenngleich es der eine oder andere dann doch übertreibt. Auch Ortsvorsteher Johannes Klomann (SPD) geht mit der Zeit. Kürzlich hielt er eine Bürgersprechstunde der besonderen Art: über Facebook.

Im SPD-Büro in der Neustadt war alles vorbereitet: Eine Kamera war auf den Ortsvorsteher gerichtet, der wiederum seinen Laptop vor sich hatte. „Wir haben erst einmal eine viertel Stunde anberaumt“, erläutert der Sozialdemokrat. Erik Donner, der sich um die Pressearbeit kümmert, agierte diesmal als „Kameramann“. Er nahm auf Facebook die notwendigen Einstellungen vor, während der Minutenzeiger auf der Uhr immer näher auf die – selbstverständlich auf Facebook angekündigte Uhrzeit – rückte.

Dann war der Ortsvorsteher „auf Sendung“. Doch es dauerte ein wenig, bis sich die ersten User meldeten. Also plauderte Klomann munter drauf los über Themen, die die Neustadt betreffen, beispielsweise die Entwicklung an der Mole und die steigenden Mieten. Auch die Umgestaltung der Boppstraße („So wenig wie möglich an Parkplätzen opfern.“) schnitt er an, als „ein Gruß aus Gonsenheim“ reinkam, den er gerne erwiderte.

Dann meldete sich ein User, der fragt, wann denn die Mainzelbahn die Neustadt-Mole ansteuere. „Das wird wohl erst im kommenden Jahr der Fall sein“, informierte Klomann. Eine weitere Anfrage beschäftigte sich mit den Flüchtlingen. Die bei Facebook eingeblendete Zahl der User, die der Sprechstunde zumindest passiv beiwohnen, hielt sich in Grenzen. Dennoch will der Ortsvorsteher diese Art der Sprechstunde beibehalten. „Wenngleich sie die persönliche Kommunikation nicht ersetzen kann“, bekräftigte er.

Johannes Klomann amtiert seit 2014 als Ortsvorsteher der Neustadt. Er folgte auf seinen Bruder Nico Klomann, der allerdings den Grünen angehört. Auch dem Stadtrat gehört Klomann an. In den Landtag rückte er zum 1. April 2015 für die Mainzer Abgeordnete Ulla Brede-Hoffmann nach.

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Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei Journal LOKAL - die lokale Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben "Mainz", „Mainz-Mitte“ und „Mainz-Mombach“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“