Start Mainz-Finthen Obst und Gemüse zur Verschönerung der Klagemauer?

Obst und Gemüse zur Verschönerung der Klagemauer?

Finthen – Schon vor einigen Jahren hatte der Ortsbeirat die Idee, die graue Betonwand entlang der L 419 mit Graffiti verschönern zu lassen. Jetzt stellte die FDP erneut einen Antrag dazu. Fraktionssprecher Dietmar Bittner sagte: „Es sind bereits erste Schmierereien erkennbar.“ Er sei von den Landwirten angesprochen worden, die dort gerne ihr Obst und Gemüse verewigt sähen. Ortsvorsteher Herbert Schäfer (CDU) stellte klar: „Damals ist es an den Kosten gescheitert.“
Die Mauer vor Schmierereien zu schützen und zu verschönern, traf auf breite Zustimmung. Dr. Volker Wittmer (Grüne) gab aber zu bedenken, dass Obst und Spargel nicht jedermanns Geschmack träfen. Er plädierte für eine Bepflanzung mit natürlichem Grün. Manfred Mahle (SPD) sagte: „Wir werden nicht weiterkommen bei dem Thema. Es hat doch keinen Sinn, dieselben Anträge immer wieder zu stellen.“ Dazu Uwe Greiner (CDU): „Die graue Klagemauer ist fürchterlich, schlimmer kann es gar nicht werden.“ Nun soll die Verwaltung den Antrag prüfen und sich äußern.

Die Straßendecke Kurmainz-/Flugplatzstraße wurde an einigen Stellen erneuert, was die Finther freut. Nur fällt jetzt umso deutlicher auf, wie schadhaft die Straße an anderer Stelle ist. Menschen mit Rollatoren hoppeln beim Überqueren der Straße über den welligen Belag, für Fahrradfahrer ist es gar sehr gefährlich. „Mich wundert nur, dass die Verwaltung zwei Jahre braucht, um den Rest zu machen“, sagte Fraktionssprecher Willy Wagner für die antragstellende CDU. Die Restsanierung lässt keinen Aufschub zu, lautete der Appell an die Verwaltung.
Zur Schulwegsicherung sagte Wagner: „Das wachsende Gefahrenpotenzial für Kinder verfolgen wir seit langem.“ Wichtigster Punkt der Aktion sei die Haltestelle Katzenberg. Der Bürgersteig sei extrem schmal und die Fahrgäste aus den Bussen müssten im Gänsemarsch entlang der Kurmainzstraße mit ihrer hohen Verkehrsdichte gehen. Nun sei der Eigentümer des Hauses Kurmainzstraße 55 bereit, seine Grundstücksmauer zurückzusetzen im Ausgleich mit dem städtischen Grund und Boden, über den seine Immobile angeschlossen ist. Die Verwaltung soll nun dem Geländetausch zustimmen.
Immer wieder erreichen Beschwerden über den Zustand der Anlagen auf der Römerquelle den Ortsbeirat. Die SPD bat nun, den Eigentümern der Gewerbeobjekte dort eine Frist zur Beseitigung von abgestellten Fahrzeugen sowie zur regelmäßigen Reinigung zu setzen. Manfred Mahle: „Die Einkaufspassage ist in einem erbärmlichen Zustand. Überall wachsen Gras und unästhetisches Beikraut, Fahrzeuge werden lediglich als Lager benutzt und nicht bewegt.“ Das Gelände um das Parkhaus diene zunehmend als Müllplatz. Alle Anträge gingen einstimmig oder mehrheitlich durch.