Ortsbeirat Laubenheim will Spielplatz behalten

Laubenheim – Dass Laubenheim eine weitere Kita braucht, zweifelt niemand an. Doch muss sie gerade dahin, wo jetzt ein tolles Ensemble von Spiel- und Bolzplatz in idyllischer Lage vorhanden ist? Gegen den Neubau einer städtischen Kindertagesstätte Am Jungstück stimmte der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung geschlossen. Dr. Peter Tress (CDU) sagte: „Eine Kita ja, aber nicht an diesem Ort.“ Ulrich Frings hatte für die ÖDP einen Antrag gestellt, der zwar mehrfach umformuliert wurde, am Ende aber Einstimmigkeit fand. Kernaussage: Der Spielplatz am Jungstück muss so bleiben wie er ist. Dass es keine andere Möglichkeit gibt, an ein Kita-Grundstück zu kommen, wollen die Fraktionen nicht glauben und sich selbst auf die Suche begeben.

Für die SPD-Fraktion beantragte Elke Judith Hecht, den Schwerlastverkehr auf der K1 von Hechtsheim nach Laubenheim für Laster ab 7,5 Tonnen zu begrenzen. In der Pfarrer-Goedecker-Straße und am Marktplatz sind mit den Jahren erhebliche Schäden an den Häusern durch Lkw aufgetreten. Hecht: „Die Straße ist viel zu eng für die Durchfahrt des Schwerlastverkehrs.“ Daher sollte die Durchfahrt begrenzt und frühzeitig durch ein Verbotsschild darauf hingewiesen werden. Der Antrag fand Einstimmigkeit. Auf eine entsprechende, ebenfalls von der SPD gestellte, Anfrage, antwortete Dezernentin Katrin Eder: Bislang sei angesichts der hohen Personalengpässe in der Straßenverkehrsbehörde bislang noch kein Austausch mit der VG Bodenheim möglich gewesen. Das Thema stehe wieder nach den Sommerferien auf der Agenda.

Die Straße Am Bornberg soll endlich für den öffentlichen Verkehr gewidmet werden. Das forderten gemeinsam SPD, CDU, Grüne, FDP und ÖDP. Der Straßenabschnitt zwischen der nördlich und südlich des Friedhofsgeländes gelegenen Wohnbebauung gehört nämlich zum Friedhof. Die Widmung für den öffentlichen Verkehr sei Voraussetzung dafür, dass Gehwege angelegt, eine ausreichende Straßenbeleuchtung installiert und weitere Parkplätze angelegt werden könnten. Bislang gibt es keine Laternen und viel zu wenig Parkplätze etwa bei Beerdigungen.

Ebenfalls die SPD in Kooperation mit den Grünen mahnte erneut Staub und Dreck in den Lochblechwänden der Unterführung Rheintalstraße an. Auch die Geländer bedürften dringend der Säuberung.