LAUBENHEIM – Ich fahre aus der Stadt raus in die Natur. Es ist stockdunkel. Über den Feldern kann ich Nebelschwaden erkennen. Nach einigen Minuten stelle ich mein Fahrrad ab und verschwinde abermals in der Dunkelheit. Es ist nicht mehr weit. Ich bin auf dem Weg zu meinem Tarnversteck. Dieses kleine Versteck tarnt mich so gut, dass die meisten Tiere mich gar nicht wahrnehmen. Denn ich bin Naturfotograf, mein Name ist Joshi Nichell, ich bin 17 Jahre alt, besuche das Willigis-Gymnasium in Mainz und wohne in Mainz-Laubenheim. Um zu besonderen Fotos zu kommen, stehe ich früh auf, bin vor Sonnenaufgang im Versteck und warte dann ganz still auf die Tiere. Meine Favoriten sind Vögel und Säugetiere.
Im Versteck angekommen, packe ich meine Kamera aus und fange an, die Umgebung zu beobachten. Es dauert nicht lange, bald schon wird es heller. Es ist eine fantastische Atmosphäre. Immer und immer mehr Vögel stimmen ins Konzert ein. Jetzt weiß ich genau: Ich bin mitten drin! Mitten in dieser wundervollen Natur! Ich mache es mir zur Aufgabe, diese Schönheit, diese einmaligen Momente, einzufangen, für immer festzuhalten. Das ist meine Motivation, das ist der Grund, warum ich nachts um 4 Uhr aufstehe. Ich möchte diese wunderbare Schöpfung genießen und den anderen Menschen meine Begeisterung näherbringen. Ich möchte ihnen zeigen, was es so Wunderbares vor ihrer Haustür gibt.
An diesem Morgen soll ich noch überrascht werden: Wie ich so warte und warte, erblicke ich ein Rotkehlchen, das gemächlich auf der Suche nach Fressbarem durchs Geäst hüpft. Es nimmt mich gar nicht wahr. Wir haben 6.29 Uhr. Seit etwa 10 Minuten ist die Sonne aufgegangen. Und plötzlich? Etwas Rötliches huscht an mir vorbei. Sofort schwenke ich die Kamera um. Mir ist klar, es muss sich um einen Fuchs handeln.
Er bleibt hinter einem Busch stehen und blickt auf die Lichtung zurück. Ich muss manuell fokussieren und drücke ab. Ein erstes, ein zweites, ein drittes Foto. Dann kommt er auf mich zu. Die Anspannung in mir steigt. Hat er Tollwut? Nein, das schließe ich sofort wieder aus, denn Tollwut gilt in Deutschland als ausgestorben. Nach einem Meter bleibt er stehen. Ich fokussiere nach. Drücke wieder ab. Zwei Fotos, dann läuft er wieder weiter. Weiter in meine Richtung. Kann er mich sehen? Ich glaube nicht. Er bleibt wieder stehen. Er wirkt neugierig. Ich mache nochmal zwei schnelle Fotos, dann läuft er noch halb um mein Versteck und verschwindet wieder so flotten und leisen Schrittes wie er gekommen war. Ich bin beeindruckt! Dieser Augenblick lässt mich vor Glück zittern. Seit etwa zwei Stunden bin ich auf den Beinen und nun diese eine Minute… Diese eine ganz intensive Minute. Immer und immer wieder schaue ich mir die Fotos auf der Kamera an. Ich bin so glücklich!
Zwei Stunden nach Sonnenaufgang ist das Licht zu hart und ich begebe mich auf den Heimweg. Voller Freude radel ich nach Hause. Die Natur hat mich mal wieder in ihren Bann gezogen!
So wünsche ich Ihnen, dass Sie raus in die Natur gehen, um sie zu entdecken, um zu staunen und zu genießen!
Lassen Sie sich von der Schönheit dieser Erde begeistern!
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Joshi Nichell