Ob überfüllte Mülleimer in öffentlichen Grünanlagen, Glasscherben auf dem Kinderspielplatz oder nächtliche Hupkonzerte im Ortskern – viele von uns kennen derartige Ärgernisse aus eigener Erfahrung. Besonders nervig ist es, wenn sich solche Vorkommnisse wiederholen oder gar zu einem Dauerzustand werden.
Deshalb haben wir unsere Leser in der letzten Ausgabe des Journal lokal aufgefordert, uns zu berichten, was ihnen stinkt – und die Resonanz war groß. Um es gleich vorwegzunehmen: Viele Klagen, die uns erreicht haben, waren durchaus nachvollziehbar, jedoch oft nur schwerlich abstellbar. Natürlich nerven die Unmengen an Schnaken, die einem so manch gemütlichen Abend im Freien völlig vermiesen können. Doch die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, KABS e.V., kämpft seit Wochen unermüdlich für eine Verbesserung der Situation – leider noch mit geringem Erfolg. Und auch der vermeintlich schlechte Geschmack des Nachbarn bei seiner Gartengestaltung mag für den einen oder anderen Betrachter ein Ärgernis sein, aber daran wirklich etwas ändern lässt sich wohl kaum. In solchen Fällen können wir nur an die Toleranz unserer Leser appellieren und bei anderen, ähnlich gelagerten Anlässen zu etwas mehr gegenseitiger Rücksichtname aufrufen.
Natürlich haben uns aber auch Klagen über Zustände erreicht, die durchaus änderbar sind: Etwa über nächtliche Ruhestörungen durch wilde Partys in einem Jugendzentrum an vielen Wochenenden des Jahres oder über die gedankenlose Vernichtung von wichtigem Natur- und Lebensraum am Straßenrand. An diesen Geschichten bleiben wir dran, recherchieren Hintergründe, sprechen mit Verantwortlichen und werden anschließend im Journal lokal darüber berichten. Bis dahin sind Sie, liebe Leser, natürlich weiterhin aufgefordert, uns von Ärgernissen zu berichten, per Post oder noch einfacher und schneller per eMail unter: das-stinkt-mir@zeitungsverlag-schenk.de

Michael Türk