Der Arbeitskreis bei seiner Arbeit zum Wohle der Ebersheimer Senioren – Foto: Henning Berg

EBERSHEIM – (hb) Im Ebersheimer Seniorentreff wird nicht nur geredet und diskutiert sondern nach gemeinsamen Vorgaben handfest gearbeitet. „Der „Arbeitskreis Senioren“ ist damit Teil der offenen Seniorenarbeit der Stadt Mainz und jederzeit bereit für neuen Input“, betonte Peter Schwalm, der die Runde moderierte. Der Seniorentreff in Ebersheim sei ein aktiver Arbeitskreis und kein Verein.
Tagesordnungspunkt eins war der im Auftrag der Stadt Mainz für Ebersheim neu gestaltete „Seniorenwegweiser“. Das kleine Faltblatt hat es in sich und liegt seit Neuestem in der Ortsverwaltung aus. Darin findet sich der Plan für ein Wegenetz, über das Einrichtungen der ambulanten Pflege und der medizinischen Versorgung, Einrichtungen für Kultur und Bildung sowie für Sport und Bewegung zu erreichen sind.
Gelobt wurde der Umstand, dass die GPS (Gemeinnützige Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit mbH) für die neue Wohnanlage der Wohnbau eine Quartiersmanagerin eingestellt hat, die nun für ganz Ebersheim eine Anlaufstelle bietet, wenn Beratung in Sachen Pflege gebraucht wird. Die Wohnanlage in den Teilern folge dem Wohnquartierskonzept „Zuhause in Mainz – miteinander sorgenfrei leben“ des Unternehmens und wurde dahin gehend als vorbildhaft bewertet. Mit der neuen Quartiersmanagerin stehen im Umkreis der Wohnanlage verschiedene Dienstleistungen wie ambulante Pflege, Beratung, Eingliederungshilfen für behinderte Menschen und wohnbegleitende Hilfen zu Verfügung. Das Wohnprojekt ist für Menschen jeden Alters vorgesehen.
Monika Schwalben-Dickgreber, die als Soziologin hauptberuflich für die Wohnbau tätig ist, betonte ihre Sorge bezüglich der Siedlung an der Dresdner Straße. „Was kann getan werden, um Bewohner der Siedlung als schwächer gestellte Mitbürger besser zu integrieren?“, bedauerte sie. „Oft“, so betonte Schwalben-Dickgreber, „sind es Vorurteile und falsche Vorbehalte, die die Bewohner der Hochhaus-Siedlung von der übrigen Bevölkerung abgrenzen.“
Außerdem wurde heiß diskutiert, ob die bestehenden Angebote der einzelnen Ebersheimer Vereine in Zukunft auch für Nichtmitglieder geöffnet werden könnten. So biete der Ebersheimer Turnverein (TSV) zwar gezielt Seniorenturnen an, aber nur gegen einen hohen Mitgliedsbeitrag. Könnte man auch als Nicht-Mitglied mit anderen Senioren mitturnen? Hier wolle man sich zeitnah mit den Fragen des Versicherungsschutzes auseinandersetzen und gezielt auf die Vereine zugehen.
Allgemein wurde eine weitere Vernetzung der Ebersheimer Vereine vorgeschlagen und eine weitere Öffnung der Vereine für Nicht-Mitglieder. Vielleicht könnte dafür die Ebersheimer App genutzt werden.