VG BODENHEIM – Ein Zeichen für die Verbundenheit der Völker und ein klares Bekenntnis zu einem gemeinsamen Europa setzte jetzt die Verbandsgemeinde Bodenheim. Mit der Enthüllung einer imposanten Tafel im Dolles-Innenhof wurde diesem nun der Name „Platz der Partnerschaften“ verliehen. Neben den Ortsvorstehern der Ortsgemeinden nahmen an der kleinen Feierstunde auch viele Repräsentanten der jeweiligen dortigen Partnerschaftsausschüsse und Mitglieder des VG-Gemeinderats teil. VG-Bürgermeister Dr. Robert Scheurer zeigte sich erfreut darüber, dass alle fünf Ortsgemeinden regen Austausch mit den Partnergemeinden betrieben. Bodenheim ist sogar mit zwei Gemeinden verbunden, mit Seurre seit 1969 und Grezzana (Provinz Verona, Italien) seit 1992. In Gau-Bischofsheim besteht neben der „Jumelage“ mit der französischen 500-Seelen-Gemeinde Liernais seit 1978 noch eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bischofsheim in der Rhön am Kreuzberg (seit 2004). Auf die längste Partnerschaft kann Nackenheim zurückblicken. Mit Pommard besteht der rege Austausch schon seit 1964. Die jüngsten Beziehungen zu Partnergemeinden haben Harxheim zu Messigny-et Vantoux und Lörzweiler mit Epoisses jeweils seit 1982. Alle französischen Gemeinden liegen in Côte-d’Or, dem Partnerland von Rheinland-Pfalz, wo weltberühmte Burgunder Weine ihre Heimat haben. All dies wurde inspiriert von der Partnerschaft Mainz-Dijon, der Hauptstadt von Burgund. Dr. Scheurer betonte, dass die kommunalen Partnerschaften maßgebend zu erlebten und belebenden Begegnungen der Menschen verschiedener Nationen und Kulturkreise beitrügen. Zudem seien sie ein probates Mittel, um sich europapolitisch zu engagieren. Er sprach von einer Herausforderung, eine einmal geschlossene Partnerschaft lebendig zu halten, da auch Generationenwechsel diese oft vor Herausforderungen stelle. Abschließend stellte er fest, dass es in der Verbandsgemeinde einen äußerst lebendigen Austausch zwischen den beteiligten Kommunen gäbe. Ein anschauliches Beispiel dafür sei die nun eingeweihte Tafel auf dem „Platz der Partnerschaften“. Eine nette Idee ist es, dass auf dem unteren linken Teil der Tafel ein Platz vorgesehen ist, wo Hochzeitspaare am Tage ihrer im Verbandsgemeinde-Gebäude stattgefundenen Trauung mit Namen und Bildern den Beginn ihrer Partnerschaft dokumentieren dürfen.

Klaus Schmitt