LAUBENHEIM – Ein Ur-Laubenheimer ist der erste Mann des Laubenheimer CDU-Ortsvereins. In der Generalversammlung wurde der 66-jährige Norbert Riffel gewählt, der davor Beisitzer im Vorstand war. Riffel ist gebürtiger Laubenheimer, hier lebt er seit seiner Geburt. Er ist seit mehr als 45 Jahren Parteimitglied. Sein Vater ist der bekannte 94-jährige Hans Riffel, der noch immer rege am Ortsgeschehen teilnimmt und ehrenamtlicher Stadtteilhelfer ist. Von diesem war er immer bestens über die lokalen Angelegenheiten in Laubenheim informiert. Pferdeboxen-Vermietung, Ackerbau und Reitstiefel-Import aus Ungarn sind die Tätigkeiten, die er als Rentner auf dem Gelände des ehemaligen elterlichen Bauernhofs ausübt. Vorher hat er sein ganzes Leben auf dem Hof mitgearbeitet. 1971 war er Gründungsmitglied des „Reitervereins Mainz-Süd“ und ist seit 10 Jahren Vorsitzender. Seit drei Jahren gehört er dem Laubenheimer Vereinsring als 2. Vorsitzender an ist seit einem Jahr 1. Vorsitzender der örtlichen Jagdgenossenschaft. Zurzeit stehen in seiner Reitanlage 30 Pferde in den vermieteten Boxen, die im Best-Zustand sind. Reithalle und Reitplatz gehören auf dem großzügigen Gelände dazu. Seine beiden Töchter, Natalie und Natascha sind Turnierreiterinnen. Als neuer Vorsitzender seiner Partei bezeichnet er sich selbst als „Macher“ und nicht als „Verwalter“. Dies bedeute, dass er für Laubenheim etwas initiieren und bewegen möchte. Auch eine Intensivierung der Parteiarbeit möchte er anstoßen. Bereits zwei Tage nach seiner Wahl lud er seinen zehnköpfigen Vorstand zu einem ersten konstruktiven und informativen Arbeitstreffen ein. Dabei wurden auch Termine festgesetzt (bspw. Parkfest am 5. Mai). Wichtig ist Norbert Riffel, mit den Bürgern in Kontakt und ins Gespräch zu kommen. Er sei kein Partei-„Freak“, sondern ein Mann für die breite Öffentlichkeit. Sein Ziel ist es, die Bürger wieder mehr für die Partei und deren Arbeit zu interessieren. Dort sollen sie auch Ideen und Vorschläge einbringen. Darin sieht er „Demokratie pur“. So könne man auch die Parteien von „unten nach oben“ neu aufstellen. Beachtlich ist seine Aussage: „Ich werde dafür eintreten, dass der Ortsbeirat bei Entscheidungen, die Laubenheim betreffen, mehr Kompetenzen zugeteilt bekommt.“ So bezeichnet er das neue Ärztehaus als „eine Zumutung, die man hier noch nicht erlebt habe. An die Menschen hat bei dieser Planung keiner gedacht. Das ist an den Menschen vorbei regiert. So etwas darf nicht vorkommen.“

Klaus Schmitt