TSF-Aufgabe:
Das TragkraftSpritzenFahrzeug ist das Erstangriffsfahrzeug für die historische Oppenheimer Altstadt mit ihren engen Straßen. Mit seinen geringen Abmaßen ist es dem TSF möglich, auch die engsten Straßen zu befahren und somit wichtiges feuerwehrtechnisches Material dorthin zu befördern, wo es benötigt wird. Aus diesem Grund ist es nicht in der Hauptfeuerwache, sondern im Gerätehaus in der Altstadt stationiert.
Das TSF ist allerdings nicht ausschließlich für die Altstadt zuständig. Es fährt im sogenannten Rendezvous-System mit den Fahrzeugen der Hauptfeuerwache zu nahezu allen Einsätzen in Oppenheim. Das bedeutet, die Fahrzeuge treffen sich am Einsatzort und ergänzen sich gegenseitig. Das TSF stellt dann weitere Trupps, die bei der Brandbekämpfung unterstützen oder beispielsweise die Löschwasserversorgung aus dem Hydrantennetz oder einem offenen Gewässer herstellen. Zur Sonderbeladung des TSF gehören u.a. zwei Langzeit-Atemschutzgeräte für Einsätze im verzweigten Oppenheimer Kellerlabyrinth. Des Weiteren verfügt es über ein Hochdruck-Löschgerät, mit dem problemlos Klein- oder beispielsweise Fahrzeugbrände wirkungsvoll bekämpft werden können.


OPPENHEIM – Am 10. März wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug der Feuerwehr Oppenheim offiziell in Dienst gestellt. Nachdem sich das neue Fahrzeug mittlerweile schon bei einigen Einsätzen bewährt hatte, konnte Wehrführer Peter Rot noch einmal die Fahrzeugschlüssel symbolisch aus den Händen des stellvertretenden Wehrleiters der VG Rhein-Selz, Stefan Danner, entgegennehmen. Stefan Danner stellte in seiner kurzen Ansprache noch einmal heraus, dass dies für ihn ein emotionaler Moment sei. War er doch schließlich schon bei der Beschaffung des Vorgängerfahrzeuges vor über 30 Jahren beteiligt. Er wünschte allen Aktiven, dass sie in vielen Jahren dieselben, ausschließlich positiven, Erinnerungen mit dem neuen Fahrzeug verknüpfen, wie er es mit dem Vorgängerfahrzeug tut. Bevor es jedoch soweit war, begrüßte Peter Rot sehr herzlich die anwesenden Gäste. Darunter Abordnungen der Feuerwehren Dienheim, Nierstein und Schwabsburg sowie der Oppenheimer Partnerwehren aus Titisee-Neustadt, Härtlingen und Unna. Sein Dank galt der Verbandsgemeinde, der Wehrleitung und allen Weiteren, die an der Planung und Beschaffung beteiligt waren. Besonderer Dank gebührt dem Förderverein der Feuerwehr Oppenheim, der insgesamt über 9000 Euro zur Beschaffung beisteuerte, was der Vorsitzende, Walter Jertz, noch einmal im Detail ausführte. In seinen Grußworten dankte VG-Bürgermeister Klaus Penzer noch einmal allen Ausschüssen und Gremien für den einstimmigen Beschluss zur Fahrzeugbeschaffung. Der 2. Beigeordnete der Stadt Oppenheim, Helmut Krethe, beglückwünschte die Oppenheimer Feuerwehr zu ihrem neuen „Familienmitglied“ und wünschte allzeit gute und unfallfreie Fahrt. Abschließend wurde das neue Fahrzeug durch Pfarrerin Rimbach-Sator und Pfarrer Kleene in einer ökumenischen Ansprache gesegnet. Die evangelische Pfarrerin und ihr katholischer Kollege wünschten allen Aktiven stets eine gute und gesunde Heimkehr von den Einsätzen.

Kai Dexheimer