LAUBENHEIM- Unter dem Titel „Emol ebbes Anneres“ boten die MundARTisten Claudia Presser, Matthias Keil und Jens Teschner im katholischen Pfarrheim ein höchst unterhaltsames Programm „Rund um Rhoihesse in Sprooch un Mussigg“. Der Benefizabend wurde zum zweiten Mal vom Förderkreis der Katholischen Kita (FöV) veranstaltet. Vorstandsmitglied Dennis Bugner zeigte sich bei seiner Begrüßung glücklich darüber, die drei nach dem tollen Erfolg des Vorjahres wieder für einen Auftritt gewinnen zu können. Mit über 170 Personen war in der Halle schon lang vor Beginn kein Stuhl mehr frei. Den Mundart-Routiniers gelang es auch diesmal wieder, mit „Gebabbel“ und „Mussigg“ dem Auditorium „rhoihessische“ Ausdrücke aus fast vergessenen Sprachschubladen in Erinnerung zu rufen. Daneben gab es auch lautmalende Dialektbeispiele für „Roigerutschte“. Köstlich der Dialog Presser/Keil über die Wormser Variationen des Wörtchens „als“ und Teschners mathematische Aufarbeitung des „3 Pinner- (Pfünder-) Brots“. Überhaupt spannten die drei mit ihren Liedern und Wortbeiträgen einen bunten Bogen mit Geschichtchen aus dem rheinhessischen Alltag. „Laubenumer Poste“, die feinnervige Beschreibung von Rheinhessen-Weinen, die fehlenden Bäume in der Region, „Hundeschiss“ und eine Liebeserklärung an Mainz waren nur einige der vielen Themen. Claudia Pressers Lesungen („Warum die Meenzer Gasse so schmal sin“, „Die Ballonkur“ und „Null-Komma-Oans“) waren die ideale Ergänzung zu den perfekten Darbietungen der beiden Gitarristen. Eine Welt-Uraufführung war das Kita-Lied („Was braucht man alles für eine Kita?“), das speziell für diesen Abend kreiert wurde. Glanzvoller Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos ihr Lied „Du bist Laubenum“, das mittlerweile schon zur Orts-Hymne avanciert ist. Lange mussten die drei den stehenden Beifall des begeisterten, dankbaren Publikums über sich ergehen lassen, den verdienten Lohn für einen perfekt inszenierten Abend. Dennis Bugner dankte den Zuschauern für das große Interesse an diesem Abend und bat in seinen Dankesworten um Spenden für den Förderverein. Auch seinen Helfern, die beim Aufbau des Saals und bei der Verpflegung der Zuhörer mit „Weck, Worscht un Woi“ fleißig waren, sprach er einen großen Dank aus. Schon jetzt freue man sich auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Da feiert nämlich der FöV sein 20-jähriges Jubiläum.

Klaus Schmitt