VG BODENHEIM – (red) Schnelle Datenautobahnen im Kreis – flächendeckend soll in Mainz-Bingen mit mindestens 30 Mbit/s durch das World Wide Web gesurft werden können, so das erklärte Ziel des Kreises in Sachen Breitbandausbau. Auch in Klassenzimmern wird Unterricht 2.0 künftig flotter möglich sein, denn auch die Schulen im Kreis profitieren vom Ausbau der Datenleitungen.
Als nicht ausreichend versorgt und somit förderfähig gelten Gebiete mit Breitbandraten von unter 30 Mbit/s – egal ob Privathaushalte oder Gewerbegebiete. Auch Schulen gelten als unterversorgt und können von Bund und Land gefördert ausgebaut werden, sofern weniger als je 30 Mbit/s pro Klasse und die Verwaltung zur Verfügung stehen. „Das Internet gehört längst zu unserm Alltag, auch zu dem unserer Schülerinnen und Schüler“, so Landrätin Dorothea Schäfer. „Ob in Unternehmen, privaten Haushalten oder eben Schulen, zukunftssicherer Datenverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor.“ Die Aufrüstung der Schuldatenleitungen wird voraussichtlich rund zwei Millionen Euro mehr kosten als der bisher geplante Breitbandausbau. Bei einer Förderung durch Bund und Land in Höhe von 90 Prozent belaufen sich die effektiven Mehrkosten für den Landkreis auf 200.000 Euro. Insgesamt hat die Kreisverwaltung für den Breitbandausbau 17,6 Millionen Euro in den Haushaltsplan für 2018 eingestellt. Der Bund schießt Fördergelder in Höhe von 7,6 Millionen Euro dazu, das Land hat seine grundsätzliche Förderbereitschaft von knapp sieben Millionen Euro bereits bekundet. Mit dem Ausbau des Datennetzes durch die Telekommunikationsunternehmen ist etwa Mitte 2018 zu rechnen.