von Klaus Schmitt

LAUBENHEIM – Norbert Riffel hat die Zeichen der Zeit erkannt. Seit Jahren hat er sich in seinem landwirtschaftlichen Betrieb auf Pferdehaltung spezialisiert. Als Vorsitzender des Reitervereins Mainz-Süd betreibt er die 1970 gegründete Reitanlage Lindenhof, unterstützt von Frau Dagmar und den Töchtern Natascha und Natalie, seit 1989 als Familienbetrieb. Der Umgang mit den Pferden und deren Pflege sind ihm zur Herzenssache geworden. Er hat erkannt, dass bei den edlen Tieren wie beim Menschen immer häufiger Allergien auftreten. Die Gründe sind in der Hauptsache Umweltverschmutzung, Feinstaub und Pilze. Probleme gibt es auch, wenn das Futter „überständig und durchgeblüht“ ist und noch viele Rispen daran hängen, die sehr staubbelastet sind. Dieser Staub wird dann auch in den Stall gebracht und schadet den Pferden. Um diese gesundheitlichen Schäden zu minimieren, stellte Norbert Riffel in langer Kleinarbeit viele Recherchen im Internet an. Dabei entdeckte er ein rein organisches Produkt aus Mikroorganismen. „Micro Star Energy“ wird dem Stroh bereits beim Pressen und der Ballung durch eine Düse eingesprüht. Pro Ballen werden dazu lediglich 0,5 bis 0,7 Liter der Flüssigkeit beigefügt. Somit wird sowohl die Pilzsporen- als auch die Staubbildung verringert und Bakterien werden vernichtet. Auch wird das Verkleben im Heuballen verhindert und die Handhabung bei der Einstreu erleichtert. So kommt ein schadenfreies Futter in die Stallungen und auch die Staubbildung, die Menschen- und Pferdelungen belastet, wird fast völlig vermieden. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist, dass sich ein wesentlich angenehmerer, fast appetitlicher Geruch bei der Handhabung und in den Ställen ausbreitet. Das bewirkt eine Verbesserung des Futterwerts und eine höhere Futteraufnahme, verbunden mit einer besseren Verdauung. Ferner verdirbt das Heu nicht. Diese Methode ist also ein probates Mittel um Allergien bei Mensch und Tier vorzubeugen. Der Laubenheimer hält diese Vorgehensweise für innovativ und hat sie als Erster im rheinhessischen Raum angewandt. Im Norden der Bundesrepublik hat man dieses Problem bei der Pferdehaltung bereits erkannt. Dort probiert man mittlerweile bereits verschiedene Zusätze, um eine noch größere Effizienz zu erreichen. Der erste Einsatz des Mittels ist nun im Laubenheimer Lindenhof bei Norbert Riffel erfolgreich über die Bühne gegangen. Es gibt keinen Staub mehr in den Stallungen und dort herrscht jetzt ein angenehmer Geruch. Der Landwirtschaftsmeister und Amateurreitlehrer zeigt sich höchst zufrieden.