LAUBENHEIM [ts] – Das Rebblütenfest wächst und der Bekanntheitsgrad steigt weiter an. Mit Blick auf die Kapazität der Fluchtwege, gab die Stadt Mainz die Genehmigung, dass sich maximal 3 500 Personen auf dem Festgelände aufhalten dürfen. Das Rebblütenfest, eingebettet im Laubenheimer Park, konnte bereits in den ersten Stunden nach der Eröffnung am Freitagabend einen so hohen Besucherstrom verzeichnen, dass eine Rekordzahl zu vermuten war. Ein Erfolg der Organisatoren rund um den Vereinsring und dem Kopf Nils Böttcher, der sich mit der Entwicklung sehr zufrieden zeigte. Die Idee, die Bestuhlung in der Mitte des Parks anzulegen und hufeisenförmig herum die verschiedenen Stände zu platzieren, zeigte Wirkung. Besucher des Rebblütenfest brauchten nur den Kopf zu drehen, um alle Angebote in Augenschein zu nehmen. Nach Auswahl der Köstlichkeit fand der Gast leicht den Weg zum nächsten Stand und zurück zur beschirmten Sitzgelegenheit. Zwischen der erweiterten Bestuhlung und den aufgebauten Pavillons gab es genug Raum, um eine Runde auf dem Platz zu drehen. Sehen und gesehen werden, Hände zur Begrüßung reichen, kleine Gespräche unter Freunden führen oder einfach nur über das Fest zu flanieren, um die Vielfalt der zum Ausschank gereiften Spitzenweine zu genießen, ist Teil der Laubenheimer Lebensart. Das Rebblütenfest hat das Potenzial, um sich als „Kult-Fest“ dauerhaft zu etablieren. In diesem Jahr waren 19 Stände am Start. Die Sektmanufaktur FLIK sowie die katholische junge Gemeinde gesellten sich 2018 dazu und bereicherten mit ihrem Engagement das Rebblütenfest. Eine hohe Anzahl der Vereine Laubenheims präsentierten sich im geselligen Gewand, zeigten ihre Liebe zum Heimatort mit Einsatzfreude und unermüdlichem Eifer. Im nächsten Jahr könnten sich weitere Stände ins Weindorf einfügen. Zum Auftakt des Festes eroberten die „Rhoirevoluzzer“ das Gelände und brachten den Gästen ein Ständchen à la Guggemusik. Nicht nur die Eröffnungsredner Nils Böttcher, Gerhard Strotkötter und Norbert Riffel waren vom Rebblütenfest begeistert, auch namhafte Freunde Laubenheims, wie Thomas Becker-Theilig aus Bodenheim, Aldo Sottile, Ulrich Frings und Monsieur Malondre von der franz. Partnerstadt Longchamp, zeigten ihre Freude und hoben wiederholt das Weinglas zum Wohle. Der ehemalige „Entenwirt“ und aktuelle Redakteur Klaus Schmitt vom Zeitungsverlag Schenk reiste mit dem E-Drahtesel an. Eine gute Idee, alternative Fortbewegungsmittel in Anspruch zu nehmen, denn Parkplätze waren schon nach kurzer Zeit um das Festgelände herum Mangelware.

Familenfreundlichkeit
Der überschaubare, begrenzte Raum zog viele Familien an, denn die jungen Wilden konnten frei toben und befanden sich dennoch im Blick der Eltern. Für kleine Abenteuer fanden die Emporkömmlinge hinter der Hauptpforte einen Parcours von Schaustellern. Ob in der „Reitschule“ Runden drehen, am Schießstand über Kimme und Korn zielen lernen, mit Pfeilen werfen, Fische fangen oder mit dem „Pirates of the Caribian Coaster“ die eigenen Fähigkeiten auszutesten; für jedes „Action-Herz“ war etwas dabei. Süße Kalorien konnten an den Naschwerk-Stationen gefunden werden. Für körperlich eingeschränkte Menschen wurde ebenfalls gesorgt und Raum zur Entfaltung geboten.