Jede Tour beginnt mit einem gegenseitigen Kennenlernen: Grünschnabel und Lotta stehen bereits neugierig am Gatter, während die ersten Touren-Gäste noch eher zurückhaltend und unentschlossen vor den beiden Eseln stehen. Zu Beginn einer jeden Tour steht die erste Kontaktaufnahme, das gegenseitige Kennenlernen, im Vordergrund. Dies beginnt immer mit einer ausgiebigen Fellpflege. Hat man erstmal die Esel an ihren Anbindeplatz gebracht und die Fellbürste in der Hand, legt sich die anfängliche Unsicherheit recht schnell. Ist die erste Hürde genommen, geht es zum Bepacken oder Einspannen der Esel. Hier sind meine Gäste aufgefordert, tatkräftig mitzuhelfen. Anschließend gibt es eine kurze Einweisung darüber, worauf während der Tour beim Führen der Esel zu achten ist und die ersten Eselführer werden bestimmt. Nun kann die Tour beginnen.
Während Lotta ganz souverän und ruhig die neuen Eselführer an die ungewohnte Situation heranführt, testet unser Jungspund Grünschnabel immer wieder gerne jeden neuen Gast auf Unsicherheiten. Mit kleinen Hilfestellungen werden die Situationen jedoch meistens schnell gemeistert. Und im Falle eines Falles bin ich natürlich jederzeit zur Stelle.
Im Herzen von Dalheim, dem „freien Platz“, erfahren meine Gäste Wissenswertes über die Dalheimer Geschichte, bevor wir uns auf unsere geplante Route begeben. Auch wenn das Führen der Esel bei jeder Tour im Vordergrund steht, so wird doch auch an das leibliche Wohl gedacht. Neben Weinverkostungen gibt es verschiedene Leckereien z.B. aus der römischen Küche. Ergänzt wird die Tour durch Wissenswertes aus und über die Region.
Bei einer großen Römertour haben meine Gäste zudem die Möglichkeit, für eine größere Pause im Weingut Historic in Dexheim einzukehren. Und während der Inhaber des Weingutes über seine historischen Funde und die traditionelle römische Küche berichtet, können wir in der historischen Kuhkapelle mit altem Kreuzgewölbe ein typisch römisches Mahl genießen.
Gestärkt und mittlerweile schon routiniert im Umgang mit unseren tierischen Begleitern, geht es dann wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt. Gerne benutze ich hierfür die alte ausgediente Bahnstrecke „Valentinche“. Selbst kleine Gäste kommen bei meinen Touren nicht zu kurz. So kann bei jeder Tour individuell eine kleine Kutsche eingespannt werden, die sowohl Gäste als auch Proviant befördern kann. Für mich ist jede Tour immer wieder spannend und neu, denn man weiß nie, ob alles reibungslos verläuft. Zwar haben Esel den Ruf „störrisch“ zu sein, doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Esel in ihrem Wesen keineswegs stur sind. Man sieht, dass sie Situationen überlegt abwägen, bevor sie sich zum Weitergehen überzeugen lassen. Begegnet man ihnen mit Geduld und gibt ihnen die nötige Zeit und Unterstützung ohne sie unter Druck zu setzten, folgen sie uns gerne.
Das Schönste an einer Tour aber ist für mich, zu sehen, wie die Gäste nach anfänglicher Anspannung mit jedem Schritt entspannter werden und es schaffen, sich einfach mit den Eseln treiben zu lassen. Und am Ende blicke ich dann in glückliche, zufriedene Gesichter von Mensch und Tier. Denn das Wandern mit Eseln ist eben mehr als nur eine Wanderung durch die Gemarkung!

eselvino
Kerstin Adorf
Friesenheimer Weg 13
55278 Dalheim
Telefon: 0160 – 5402231
Internet: www.eselvino.de

Foto: Veranstalter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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