HECHTSHEIM – Einen Ortsvorsteher, der mit dem Fortgang eines großen kommunalen Bauprojekts in seiner Kommune zufrieden ist, findet man nicht unbedingt überall. In Hechtsheim ist das aber so. Ortschef Franz Jung zeigt sich höchst angetan vom Fortgang der Bauarbeiten am neuen Bürgerhaus.

Ortsvorsteher Franz Jung, Hechtsheim; Foto: Privat

Erstmals geplant wurde das Fünf-Millionen-Projekt Ende 2015, als das alte Haus gesperrt wurde. Im März 2016 wurde die „Mainzer Bürgerhäuser GmbH & Co. KG“ gegründet. Diese wird die Planung und Sanierung der Bürgerhäuser in Hechtsheim, Lerchenberg und Finthen sowie deren späteren Betrieb übernehmen. Nach einem Workshop im Juni zur Erarbeitung eines baulichen Konzepts wurde im Dezember die Planung des Projekts an das Kaiserslauterner Architektenbüro AV 1 Architekten vergeben. Inzwischen wurden die Ideen und Vorschläge des Workshops ausgewertet und den ortsansässigen Vereinen vorgestellt. Im Rahmen einer Auktion wurde im September 2017 das Inventar des alten Bürgerhauses verkauft. Im Februar 2018 begannen die Rodungsarbeiten, die das Baufeld  für das neue Bürgerhaus und die benachbarte neue Kindertagesstätte frei machten. Schließlich konnte man im März 2017 den Ortsvereinen erste Entwürfe  und im April 2018 in einer Info-Veranstaltung die endgültigen Pläne und den aktuellen Zeitplan für Abbruch und Baubeginn vorstellen. Dann ging es los: Im gleichen Monat kam dann der Bagger und das alte Gebäude wurde abgerissen. Im Juni fand die Grundsteinlegung statt und seit August wird der Rohbau erstellt. Ortsvorsteher Franz Jung zeigt sich „heilfroh“, dass nach der Grundsteinlegung der gute Baufortschritt unübersehbar ist. Angedacht ist, dass Mitte Februar 2019 das Richtfest über die Bühne gehen kann. Vorher soll die Bevölkerung im Dezember zu einer Begehung eingeladen werden. „Der Bau läuft und wir rechnen damit, im dritten Quartal 2019 einziehen zu können,“ so Franz Jung. In dem neuen Bürgerhaus werden sich dann befinden: ein großer Saal mit 480 Plätzen, ein Foyer mit Garderobe, eine Catering-Küche, fünf Veranstaltungsräume, die Ortsverwaltung, ein Jugendzentrum sowie ein Seniorentreff, der vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Beim Ortsvorsteher ist  deutlich herauszuhören, dass seine Freude über das neue Bürgerhaus mit großem Stolz einhergeht. Zu Recht!

Klaus Schmitt