BODENHEIM/NACKENHEIM – Ende Juni dieses Jahres wurde der Grundstein für den gerade entstehenden gemeinsamen Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Bodenheim/Nackenheim gelegt. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Ziel der Planung, das Richtfest noch in diesem Herbst zu feiern. Nach dem Motto: „Plan ist Plan“ fand nun tatsächlich das „reformierte“ Richtfest, wie VG-Bürgermeister Dr. Robert Scheurer es in seiner Begrüßungsrede nannte, statt. Reformiert deshalb, weil das Gebäude noch „oben ohne“ war, das heißt, das Dachgebälk, das eigentlich für ein Richtfest Voraussetzung ist, fehlte noch. Bedingt durch den trockenen Sommer und das damit einhergehende Niedrigwasser des Rheins, konnten die Hölzer nicht termingerecht angeliefert werden. Davon ließ sich aber der verantwortliche Zimmermann nicht abhalten, seinen traditionellen Richtspruch zu sprechen.

Über die endgültige Fertigstellung des Gebäudes gibt es bei den Verantwortlichen noch unterschiedliche Vorstellungen. Die vorsichtigste Schätzung nennt das Jahresende 2019 als Einzugstermin. Die Optimistischste dagegen peilt den kommenden Sommer bereits als möglichen Übergabetermin an. Aber wie auch immer, bisher lief der Bau, bis auf die Ausnahme mit dem Dachgebälk, absolut im vorgegebenen Zeitrahmen ab.

Nach der Fertigstellung wird der Stützpunkt nicht alleine für die fusionierten Freiwilligen Feuerwehren aus Nackenheim und Bodenheim zur Verfügung stehen. Vielmehr werden alle Wehren der Verbandsgemeinde die zentrale Werkstatt sowie die Kleiderkammer und die Fahrzeugwaschhalle mitbenutzen können. Auch die projektierte Tierseuchenschleuse steht dann allen Wehren der VG zur Verfügung.

Bei seiner Ansprache betonte Dr. Scheurer, dass nicht nur die Termine bisher hervorragend eingehalten wurden. Auch das Budget sei unterschritten worden. Es konnten bei der Auftragsvergabe bisher vier Prozent des Gesamtvolumens von rund 7 Millionen Euro eingespart werden. Das ist durchaus ein gutes Ergebnis und bei öffentlichen Projekten nicht selbstverständlich. Augenblicklich stehen nur noch Aufträge im Gegenwert von etwa einer Viertelmillion Euro zur Vergabe an.

Der sichtbare Baufortschritt ist sehr beachtlich. Auch das große Regenrückhaltebecken zur Entwässerung des Geländes ist fast fertiggestellt. Im Innenbereich wurde schon mit den Verputzarbeiten begonnen. Die neue Verkehrsanbindung wurde ja bereits vor einigen Wochen fertiggestellt. Das befürchtete Verkehrschaos durch die Teilsperrungen war erfreulicherweise nicht eingetreten und die Behinderungen hielten sich in einem erträglichen Rahmen.

Wolfgang Bohrmann