Der langersehnte Schnitt
Foto: Klaus Schmitt

BODENHEIM – Dieser erleichterte Stoßseufzer des Bodenheimers Armin Ruth traf punktgenau die sensibilisierte Gemütslage der 250 Schaulustigen, bei der Freigabe des neuen Kreisels vor den Märkten in der Langen Ruthe. Neun Wochen lang war die dortige Vollsperrung ein großes Ärgernis für die Einkäufer aus der gesamten Verbandsgemeinde. Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig wies darauf hin, dass es sich um die Errichtung einer „Kreisverkehrsanlage“ mit zu erwartenden Verkehrsverhältnissen handele. In der Zukunft ist hier mit noch einem größeren Verkehrsaufkommen durch die Neubauten des Discounters, der Sporthalle und der Kita Bürgel zu rechnen. Bei der bisher bestehenden Straßenregelung wäre das sicher nicht mehr zumutbar gewesen. 14000 Fahrzeuge am Tag (1000 pro Stunde in Spitzenzeiten) belasten hier die Straße(n). Der neue Kreisel soll nun den Verkehr flüssiger und verkehrssicherer verteilen. Dieses Anforderungsprofil erfüllte, laut Becker-Theilig, die bisherige Verkehrsführung schon lange nicht mehr. Auch ihm war die große Genugtuung über die Fertigstellung des Kreisels anzumerken. Die Baumaßnahme hatte doch merklichen Unmut in der Bevölkerung ausgelöst. Die Kosten des Projekts bezifferte der Ortsbürgermeister auf 402.000 Euro. 241.000 Euro zahlt die Gemeinde und 161.000 Euro kommen aus Landeszuschüssen. Seinen Dank richtete er an das DRK der VG und seinen Vorsitzenden Wolf-Ingo Heers für die Bereitstellung einer kräftigen Suppe, die an diesem herrlichen aber kalten Mittag großen Anklang fand. VG-Bürgermeister Dr. Robert Scheurer berichtete von vielen „heftigen Schriftwechseln“ mit „empörten, fassungslosen Bürgern“. Dabei wurden unverzügliche Maßnahmen den Verkehr betreffend und eine Verlagerung des Projekts verlangt. Er bemängelte die äußerst irreführende Beschilderung. Daraus ging nicht hervor, welche von den Märkten (Hilgestraße/Am Kümmerling und Lange Ruthe) auch ohne die Umleitung noch zu erreichen gewesen wären. Dies hatte zu großen Missverständnissen und zusätzlichem Ärger geführt. Ein Navi half da überhaupt nicht mehr. Alles in allem zeigte er sich froh darüber, dass es endlich geschafft sei und  lobte dabei die tolle Koordinierungsleistung. Nun sei die Zeit der großen Belastung endlich vorüber. Sein Dank ging an alle am Bau Beteiligten, die den vorgegebenen Zeitplan korrekt einhalten und sogar um eine Woche unterbieten konnten.

Klaus Schmitt