NIERSTEIN – Nierstein ist die größte Stadt in der weltgrößten Verbandsgemeinde Rhein-Selz. Von daher versteht es sich von selbst, dass sich eine Bürgermeisterdelegation aus China die weinbautreibende Stadt am Rhein und das Mittelzentrum zwischen Mainz und Worms als Ziel ihrer Auslandsvisite ausgesucht hat. Stadtbürgermeister Thomas Günther dufte 26 Amtskollegen und -kolleginnen im Ratssaal von Nierstein begrüßen. Der stellvertretende Bürgermeister von Kaifeng in der Provinz Henan, Zheng Zhonghua, steht rund fünf Millionen Einwohnern vor. Kaifeng liegt genau in der Mitte von China. Die Provinz Henan zählt 0,1 Milliarden Einwohner. Bürgermeister Zheng Zhonghua schlug seinem Amtskollegen Günther vor, dass er die 0,1 Milliarden Chinesen in seiner Provinz dazu bewegen will, je eine Flasche Niersteiner Wein zu kaufen, um den Roten Hang auch in der Provinz Kaifeng bekannt zu machen.

Die weiteren Gäste repräsentierten auch fasst alle Millionenstädte im Reich der Mitte. Nierstein befand sich somit in guter Gesellschaft, was den kommunalen Austausch anbelangt.

Der wirtschaftliche Fortschritt und das rasante Wachstum in den chinesischen Metropolen, über den die Bürgermeister berichteten, erstaunten die Niersteiner Gastgeber, darunter die Beigeordneten Egid Rüger und Jochen Schmitt sowie die Beauftragte für Kultur, Ursula Kumb, und der ehemalige Landrat, Claus Schick, einmal mehr. Umgekehrt war die chinesische Delegation sehr überrascht und voll des Lobes darüber, dass Nierstein so unheimlich sauber sei. Das habe man sonst in Deutschland nicht so oft vorgefunden. Eine Steilvorlage für Stadtbürgermeister Günther, der die Ordnung und die Sauberkeit in seiner Stadt als sein Steckenpferd ansieht und der Bauhof deshalb gehalten sei, stets auf Sauberkeit zu achten. Umgekehrt wächst auch das Umweltbewusstsein in China und damit der ökologische Wirtschaftszweig. Auch hier konnte Thomas Günther punkten, ist doch die Stadt momentan im Besitz eines batteriebetriebenen Fahrzeugs, nämlich eines Smarts, als Leihgabe vom EWR in Worms. Dieser war neben dem historischen Rathausgebäude Hauptblickfang beim Nierstein-Besuch der chinesischen Delegation, die es nicht versäumt hat, Stadtbürgermeister Thomas Günther und seine Verwaltung zum Gegenbesuch einzuladen.

Norbert Kessel