NACKENHEIM – Großer Andrang herrschte beim letzten Blutspendetermin 2018 im DRK-Heim in Nackenheim. Viele Spender hatten sich eingefunden, um dem Verein das gesetzte Ziel zu ermöglichen. 700 Spender wollten die DRKler für 2018 zusammenbringen. Ariana Seifried, Vorstandsmitglied des DRK der Verbandsgemeinde Bodenheim, Abteilung Jugendleitung, hatte an diesem Abend in dem schmucken Vereinsheim Bereitschaft als Blutspende-Beauftragte. Die enorme Resonanz am Festplatz „Im Brühl“ bezeichnete sie als durchaus normal. Im Hauptraum des DRK-Heims bekam man den Eindruck, in einem Sternelokal zu sitzen. Ein deftiger Braten mit Klößen und Rotkraut wurde den Besuchern nach dem Spenden aufgetischt, gefolgt von einem Lebkuchen-Mousse zum Nachtisch. Die unzähligen verschiedenen Getränke, die den Spendern auch nach vollendeter Blutabnahme gereicht wurden, steuert der Blutspende-Dienst West aus Bad Kreuznach bei. Die betreuenden Ärzte, die sich vorher von der körperlichen Integrität der Freiwilligen überzeugen konnten, waren an diesem Abend die weit angereisten Dres. Lienhard Stolzis und Bernhard Huppert. Vor ihren Sprechzellen war jeweils ein reger Betrieb. Auch der Teamleiter des Blutspendedienstes, Kai-Uwe Schönheim, hatte in der Spendenhalle alle Hände voll zu tun. Der Nackenheimer Gregor Sans ist ein treuer Spender. Auch Anette Nicolay ist eine sehr fleißige Besucherin der Spendentermine. Bereits seit einigen Jahren kommt sie hier mehrmals jährlich zur Spende in das Vereinsheim. Den letzten Anstoß, Spenderin zu werden, so erzählte sie, gab ihr der Tod des Vaters, der an Blutkrebs verstarb. Es sollte aber keineswegs nur eine solch schmerzliche Erfahrung sein, um sich zum Spenden zur Verfügung zu stellen. Am Ende des Tages und einer ersten Hochrechnung konnte Ariana Seifried das Ergebnis der Aktion bekanntgeben. Leider konnten die angestrebten 700 Spenden in diesem Jahr nicht erreicht werden. Es kamen nur 583 zusammen. Aber immerhin bedeutete dies einen 22%-igen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Damit kann das DRK der Verbandsgemeinde, laut Ariana Seifried, trotz alledem zufrieden sein. Abschließend wies sie darauf hin, dass die ausgelobte Spende in Form einer Reise für zwei Personen trotz des nicht erreichten Ziels unter allen Spendern verlost wird.

Klaus Schmitt