Das SGL-Ballett – Foto: Barbara Debo

LAUBENHEIM – Am 15. Februar 2019 war es wieder einmal soweit. Laubenum traf sich pünktlich um 19:11 Uhr in der ausverkauften Narhalla im Laubenheimer Sportzentrum. Hier trafen sich zum „Vorspiel“ Nick Stenner, Fatma Dirim, Klaus Schmitt und Tanja Eppelmann in einer Kneipe, wo man unter Anderem erfuhr, dass Klaus Schmitt nachdem seine Frau verschwunden ist eine Kontaktanzeige statt einer Vermisstenanzeige aufgegeben hat und dass Tanja Eppelmanns Doktor meint, dass ihre Kerosin-Werte zu hoch wären. Die Kneipenfastnacht, die die SGL seit einigen Jahren veranstaltet war ebenfalls Thema beim Kneipengespräch. Hier erfuhr man nun endlich den Grund, warum die SGL nicht bereits viel früher mit der Veranstaltung einer Kneipenfastnacht begonnen hat. Denn früher war die Ente viel zu eng … wegen Klaus. Und jetzt können sogar die hingehen, die unter Klaus-trophobie leiden.

Umrahmt wurde das Programm von den kleinen SGL´chen sowie dem SGL-Ballett, den Laubenumer Supergirls. Laut Sitzungspräsident Matthias Keil der ganze Stolz des Vereins.

Protokoller Peter Häffner schließlich entführte in die Welt der Politik, ob GroKo, Angela Merkels Verzicht auf Parteivorsitz und Kanzlerkanditatur, Dieselfahrverbot, Laubenheims Eingemeindung vor 50 Jahren oder der Rücktritt von Christopher Sitte als Wirtschaftsdezernent. Nichts war vor ihm sicher. Sein Fazit zum Abgang von Christopher Sitte gar: „… lieber nicht in Mainz regieren als in der Wirtschaft Geld verlieren.“ Aber auch der Wahlkampf von Gerd Strotkötter und Norbert Riffel und deren Ziele zu einzelnen Themen im Wahlkampf wurde thematisiert. Hier lautete Peter Häffners Fazit ironischerweise, da sind die Unterschiede wirklich riesig. Und: „Dem Paul ist völlig egal, wer Ortsvorsteher unter ihm ist“.

Nick Stenner berichtet von seinen Erfahrungen beim Erlangen des Führerscheins. Selbst nach einigen Fahrstunden bei verschiedenen Fahrlehrern gibt er zu: “ Ich tu nicht gerne drüber sprechen, doch ich hab noch kleine Schwächen.“ Und einer seiner vielen Fahrlehrer, meint bei Tempo 100 auf der Autobahn „ich würd es jetzt für besser halten, in den 2. Gang zu schalten“. Nicks Vater schließlich weigert sich standhaft ihn mit seinem Auto fahren zu lassen. Nick: „Vater, ich bin alt genug, ich will fahren“. Daraufhin sein Vater: “ Du schon, aber das Auto noch nicht“.

Der Kirchenchor begeisterte wie jedes Jahr das Publikum mit selbst geschriebenen Gesang und selbst geschneiderten Kostümen. Dieses Jahr präsentierte der Chor eine Model-Show und sang dabei „Wir sind so schön und elegant und so beliebt im ganzen Land“. Selbstredend, dass die Kirchenchor-Models anschließend tosenden Applaus erhielten.

Pfarrer Drewello kam wieder als der Einsiedler vun Gunsenum. Doch dieses Jahr war alles anders. Er ließ seine Zeit auf der Bühne bei der SGL Revue passieren um am Ende überraschenderweise seinen Abschied von der Fastnachtsbühne zu verkünden. Nach dem letzten närrischen Segen aus Pfarrer Drewellos Mund verabschiedete das Auditorium ihn daraufhin mit stehenden Ovationen.

Anschließend erfreute das laut Matthias Keil „geilste junge Männerballett in ganz Laubenum“ die Herzen des Publikums als Cowboy und Indianer. „Da kommt der Wilde Westen in den Laubenheimer Osten“ war die Parole.

Tanja Eppelmann – Foto: Barbara Debo

Tanja Eppelmann befragte anschließend ihre kleine mitgebrachte Box Alexo „Alexo in meiner Hand, sprich wer ist die scheenste im ganzen Land?“ um anschließend von ihren Sorgen und Nöten zu berichten als Single einen Partner zu finden.

Zum Abschluß der ersten Sitzungshälfte präsentierten die Rabensänger musikalisch dargebrachte Themen. Diese waren wie immer treffend getextet, super vorgetragen und mitten aus dem Mainzer und Laubenheimer Leben gegriffen.

Nach der Pause ging es weiter mit dem Trigespräch. Im Reisebüro Meckermann erfuhr man, dass man gar nicht weit reisen muss. Ob Grand Canyon, die Vögel am Amazonas oder New Yorks Freiheitsstatue. Laubenheims Alternative heißt Steinbruch, Papageien im Park und Marbek am Wiegeheisje. Selbst zum Pferderennen braucht man nicht nach Ascot, da geht man einfach zum Gaul.

Rentner Klaus fragte sich vor dem Hintergrund, dass Moslems ja gar nicht Weihnachten feiern „Kriege die auch Weihnachtsgeld?“ bevor Horst Schwertel auf humoristische Weise in seinen Moritaten „Laubenumer Geschichten und Geschichtchen“ verkündete. Auch Jean von Bodenum erzählte aus seinem Leben. So erfuhr das Publikum, dass er aus einer uralten rheinhessischen Kampftrinkerfamilie stammt. Kein Faß kann ihn erschrecken, es sei denn es ist leer. Aber auch Pfarrer Reinbott verkündete am Ende seines Vortrags, dass er demnächst in Rente geht und ließ die Frage offen, ober er nächste Kampagne wieder in die Bütt steigt.

Petra Beringer – Foto: Barbara Debo

Danach begeisterte das Ballett Julia, gewürzt mit Gesangseinlagen von Petra Beringer, bevor wie jedes Jahr Helmut Mattes wieder in die Bütt stieg. Dieses Mal berichtete er davon, wie schwierig es ist frühzeitig einen Fastnachtsvortrag zu schreiben. Denn Weihnachten, Weinfeste, Fastenzeit, Federweisezeit, Advent, all das lässt ihm keine Zeit, einen Vortrag zu schreiben. Und wäre da nicht noch der Streit mit seiner Frau, ob im Schrank Handtaschen oder Glühweinbecher gelagert werden sollen … . Nach dem Auftritt des reifen Männerballetts als in Kostümen der 70er Jahre kam Petra Beringer als Prinzessin in die Bütt und berichtet von der schwierigen Suche nach dem Frosch beim Brunnen am Marktplatz. Doch kein Frosch stellt sich ein. Aber als Prinzessin ist sie die Attraktion am Marktplatz, so dass der Olli sogar noch die Krone dazukaufen musste. Erlöst wird sie schließlich von Prinz Gerd I, der ruft ihr zu “ im Rathaus hab ich Deinen Ruf vernommen und bis sofort zu Dir gekommen“.

Bevor sich alle Aktiven zum Finale einfanden, begeisterten noch einmal die Hübsche Bübsche (Manuel Christ, Johannes Christ und Tobias Keil) das Publikum.

Ekkehard Schenk