LAUBENHEIM – In der vollbesetzten Narrhalla lud Komiteemitglied Martin Kuepper als Brandschutzbeauftragter zu einem feurigen Helau ein und klärte das närrische Publikum über die neuesten Bestimmungen auf: „Den Sekt dürft ihr trinken, es ist vom Brandschutz ok, aber wehe, wenn ich einen von Euch das Eis lutschen seh.“ Ein bunter Mix an Garden begleitete das gutgelaunte Herrenkomitee in den von Reinhold Burgermeister phantastisch dekorierten Saal. Trotz einer starken „Männergrippe begrüßte Sitzungspräsident Uwe Merz die Narrenschar und Ehrengäste und führte schlagfertig und mit viel Schelm hinter den Ohren durch ein hochkarätiges ULKer Programm. Im Komitee begrüsste er Ortsvorsteher Gerhardt Strotkötter. Auch Oberbürgermeister Michael Ebling ließ es sich nicht nehmen an der ULKer Sitzung teilzunehmen und überreichte den diesjährigen Stadtorden an Komiteemitglied Kai Hönig für seine besonderen Verdienste in der Mainzer Fastnacht. Das bunte Bild der Garden komplettierte Rheinnixe Julia Döring, die gesanglich Grüsse vom Vater Rhein darbrachte und klarstellte: „Erst am Aschermittwoch, wenn die Sterne funkeln, hör´n wir auf zu schunkeln.“ Ausscheller Kai-Uwe Ludwig empörte sich über das geplante Treppenhaus, den Bibelturm und schlug vor besser ein Bibelfass zu bauen, dass doch besser zum Marktfrühstück passt, denn die „Bibel und Traube wer´n besser gelese“. Die 3 Maledos sorgten für Stimmung mit ihrer „Hey Bruder Helau App“ und mit ihrem Song „Hockst mit deiner Kapp, ziehst die Schoppe ab“. „Windeln und Politiker sollte man wechseln regoros, sonst geht das in die Hos“ meinte Neurentner Bernhard Knab als Deutscher Michel. Auch Mutti Merkel, Lindner und Seehofer blieben von ihm nicht verschont. Die SAV unter der Leitung von Malaika Graw und Dana Saiko begeisterten mti ihren waghalsigen Hebefiguren und kamen ohne Zugabe nicht von der Bühne. Jürgen Wiesmann alias Ernst Lustig beschwerte sich über seine Frau, die sich im zweiten Frühling befand und ihn zum brunchen mitnehmen will, doch ohne frühstücken geht er nicht aus dem Haus. Nachtwächter Adi Guckelsbergers gereimte Alltagsgeschichten, bei denen das Publikum bis zur Pointe mitmachen darf, sorgten für schallendes Gelächter. Man muss nicht zu Deutschland sucht den Superstar gehen, um eine Castingshow zu sehen, auch bei den ULKern bekommt man dies geboten in Form der Mainzer Hofsänger, die stimmgewaltig die Laubenheimer Narren in ihren Bann zogen. Himmlich wurde es mit Messdiener Andreas Schmitt, der gerne mal einen Zwerchfelldackel im Dom aufbahrt, um die neue Orgel zu finanzieren. Stimmungsvoll ging es weiter mit den Hedi Meenzer und ihrer Hymne auf unsere goldisch Meenzer Stadt. Die Mainzer Klinikathleten, verkleidet als finstere Piratengesellen strandeten im Narrenbau und begeisterten mit ihrer originellen Show. Ein Mann mit dem man „rechen“ kann war Gunther Raupach. Nachdem er Betonplatten aus dem Baumarkt kaufte, ging es mit kurzer Hose, weißen Socken und Sandalen in den Garten. Doch als der Fußzeh gebrochen und die Nase war dick, sagt seine Frau bring die Platte wieder zurück. Für Petra Giesel alias Hiltrud Hufnagel ist der Friedhof der beste Heiratsmarkt: So viele Witwen und Witwer. Man erkennt ganz einfach,ob Jemand auf der Suche ist und zwar, wenn der Zott der Gießkanne nach oben gerichtet ist. Petri Heil hieß es bei der Tanzgruppe Fit 4 dance, die in einem knallroten Gummiboot mit der schönen Fischerin vom Bodensee unterwegs waren und mit ihrer tollen Choreographie begeisterten. Thomas Rau alias Olga Orange war empört, denn früher hat man immer alles gegessen ohne krank zu werden. Heute muss sie bei Geburtstagseinladungen immer vorher rumtelefonieren, was jeder essen kann, damit ihr ja niemand wegstirbt. Alles im Griff auf dem singenden Schiff, hatten die Tugendbolde aus Nackenheim und läuteten nach ihrer fulminaten Show das große Finale ein.

Andrea Münch