Die SGLer Tanja Eppelmann und Matthias Keil – Foto: Wolfgang Stampp

LAUBENHEIM – Voll – voller ging’s nicht (natürlich im Rahmen der hochmodernen neuen Brandschutzverordnung) im kleinen und schmucken, prächtig dekorierten Vereinsheim des Athletenclubs Zum 32. Mal hatte der Verein zu seinem schon legendären Kappenabend geladen. Ehrenvorsitzender Wolfgang Stampp freute sich besonders auf die Unterstützung der Vereine KG Ulk, Schwarze Gesellen und Sportakrobatik-Verein. Mit ihren Präsidenten Uwe Merz (ULK) und Matthias Keil (SGL) hatten die Fassenachter sogar ihre ranghöchsten Vertreter in die AC-Bütt delegiert. Nach der witzig-akademisch anmutenden Aufklärung über die Datenschutzgrundverordnung vom Vorsitzenden KaJo Schmitt entfachten die „Mini Rock’n’Roller“-Girls vom SAV mit Bill Haleys „Rock around the clock“ und Elvis Presleys „Jailhouse Rock“ eine tolle Stimmung in der Halle. Da wurde die Zugabe so lange wie der Auftritt! Nicht mehr ganz so glücklich war der dreizehnjährige Oskar Betzler über seine „Vollpension im Elternhaus“. Diese waren auch von seiner Handy-Nutzungs-Frequenz nicht mehr sonderlich angetan. Eine tolle Performance des Jung-Narren. Angela Simon verstand es unter Anderem mit ihrem Song „In meinen Träumen ist der Himmel los“ zum heftigen Mit-Klatschen zu animieren. Seinen Premieren-Auftritt beim AC als Oberschüler bestand der Jung-Star der SGL, Nick Stenner, lässig und routiniert. Die Rüge seiner Lehrerin, er sei zu spät in die Schule gekommen, konterte er: “Sie sagen doch, zum Lernen sei es nie zu spät!“ 6 richtige Antworten aus 49 Fragen veranlassten seinen Lehrer zu der Aussage:“Du würdest besser Lotto spielen!“

Oskar Betzler – Foto: Wolfgang Stampp

Posten-Verkäufer und SGL-Chef Mattias Keil gab seinen Erfolgs-Song „Postelade in Laubenum“ gewohnt lässig zum Besten. Eine gelungene Überraschung war der spektakuläre Auftritt des neuen SGL-Shooting-Stars Tanja Eppelmann. Zu Keils Begleitung gab sie durch die Menge lasziv-tänzelnd den frivolen Song „Erst trink ein bisschen Alkohol mit mir“ von Paul Godwin zum Besten. Die Begeisterung der männlichen Besucher war ekstatisch. Beide intonierten noch das im Ort mittlerweile wohlbekannte „Ah jo“. Auch ULK-Präses Uwe Merz konnte Zylinder behütet mit einem brillanten Vortrag als „Mann mit einem kritischen Blick“ begeistern. Patchwork-Mathematik und die neue deutsche Sprache brachten ihn zur Überzeugung „ …ich sach’s ganz leis, ich bin zu alt für diesen Sch….“. Der Appelmann vom Markt (Kevin Raupach) machte viel Spaß mit seinen tiefsinnigen Schlüssen aus der Farbe seiner Äpfel auf die aktuelle Lokalpolitik. Witzig auch das griechisch-italienische Gebabbel von Karl-Otto Eller und Leo Vella. Sie scheuten sich auch nicht davor, ganz tief in die Witz-Archive der Fassenacht einzudringen. Gunther Raupach, der mittlerweile ein wichtiges Standbein des Kappenabends ist, berichtete von seinen Leiden als „Mann mit dem man rech(n)en kann“. Der Hansdampf auf vielen Mainzer Bühnen beschrieb anschaulich, wie ihn die Gartengestaltung seiner Gattin im Frühjahr oft zur Verzweiflung treibt. Diese wünscht sich Unmögliches (6 Sitzecken auf 150 qm).

Rock’n’Roller -Girls vom SAV – Foto: Wolfgang Stampp

Rentner Klaus Schmitt (SGL) bemängelte, dass in der Weihnachtszeit statt deutscher Lieder nur noch „englisches Gequake“ aus dem Radio kommt. Er beschwerte sich darüber, dass man nun in der Arztpraxis aufgrund der Datenschutzgrundverordnung nicht mehr mit Namen aufgerufen werde. Da hieße es nur noch „Jetzt der Herr mit den Hämorrhoiden bitte!“ Souverän und auf den Punkt passend begleitete Laubenheims Top-Entertainer Michael Horber den Abend musikalisch. Immer wieder gelang es ihm durch viele musikalische Einlagen für ausgelassene Stimmung zu sorgen. Auch zu später Stunde war er der Garant dafür, dass die feierwütigen Narren feste schunkelten und sangen.  Gewohnt unterhaltsam die gereimten An- und Absagen des „Ein-Mann-Komitees“ Harald Schon, der mit sicherer Hand das Narrenschiff auf Kurs hielt.  Ein toller Abend, ein tolles Programm und ein begeistertes Publikum sorgten für einen großen Erfolg für den Athletenclub. Man darf sich schon jetzt auf 2020 freuen.

Klaus Schmitt