BODENHEIM – JournalLokal will den beiden Kandidaten zur Wahl des Ortsbürgermeisters Raum bieten, ihre Pläne und Vorstellung zu skizzieren. Heute: Wolfgang Kirch, CDU.

Wohnen
Bodenheim ist eine Gemeinde, in der sich die Bürger wohlfühlen und gerne wohnen. Allerdings kann das Wachstum nicht im gleichen Maße wie zuletzt weitergehen. Zukünftiges Wachstum kann nur erfolgen, wenn auch die nötige Infrastruktur mitwächst und für die Gemeinde langfristig bezahlbar bleibt.

KiTas / Kinder
Die Gemeinde Bodenheim ist im Bereich der Kindertagesstätten inzwischen gut aufgestellt. Durch die frühe Rückkehr beider Elternteile in das Berufsleben wird dabei ein hoher Anteil an Ganztagesplätzen genutzt. Kommen die Kinder dann in die Schule, muss es für die weitergehende Betreuung auch gute Angebote geben. Neben der betreuenden Grundschule kann die Ortsgemeinde hier, durch ein gutes Angebot an Hortplätzen, die Bodenheimer Eltern unterstützen.

Jugend
Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion steht immer wieder der Jugendtreff. Das Angebot ist wichtig und muss beibehalten werden. Es wird aber übersehen, dass der Großteil der Jugendarbeit in den Bodenheimer Vereinen stattfindet. Dort sind die Jugendlichen gut aufgehoben und lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Dabei müssen die Vereine besser unterstützt werden.

Senioren
Auch im Alter will jeder in vertrauter Umgebung und damit in Bodenheim bleiben. Am besten im eigenen Heim. Die Städtebauförderung bietet dabei Unterstützung beim Umbau zu barrierefreiem Wohnraum. Sollte irgendwann stationäre Pflege nötig sein, haben wir in Bodenheim noch einen Engpass. Hier muss, in Zusammenarbeit mit möglichen Trägern, Abhilfe geschaffen werden.

Verkehr
In unserer mobilen Gesellschaft ist das Auto ein sehr wichtiger Faktor. Wir dürfen ihm aber nicht alles unterordnen. Ich appelliere hier an die Fahrzeugnutzer, den vorhandenen Parkraum in den eigenen Höfen und Garagen besser zu nutzen. Damit wird mehr erreicht als durch Quartiersparkplätze, die, durch ungünstige Lage, nicht ausreichend genutzt werden. Erst wenn es uns gelingt, die Landesstrasse aus dem Ort heraus auf die Ortsrandstrasse verlegen zu lassen, haben wir die Möglichkeit, den historischen Ortskern von den Verkehrsströmen neu zu ordnen.
Der Bahnanschluss auf der Rheinschiene ist grundsätzlich gut. Eine Ergänzung des Fahrplanes durch spätere Züge, gerade am Wochenende, wäre eine Verbesserung. Gerade die junge Generation kann damit das Kulturangebot von Mainz besser nutzen.

Gewerbe
Neben wenigen großen Unternehmen lebt der Gewerbestandort Bodenheim von einer Vielzahl mittelständiger Betriebe und Handwerkern. Diese Entwicklung wurde in den letzten Jahren, durch das von FWG und CDU angestoßene Konzept der kleinteiligen Vermarktung  von Gewerbeflächen, auf den Weg gebracht. Das muss fortgeführt werden. Bestehende Gewerbeflächen müssen erhalten bleiben. Wir werden keine Umwandlung für Wohnbebauung unterstützen.

Landwirtschaft / Winzer
Wir schmücken uns als Fremdenverkehrsgemeinde mit der uns umgebenden Kulturlandschaft. Diese wurde durch die Bewirtschaftung durch Landwirte und Winzer geprägt und geformt. Sie ist die Grundlage ihrer Existenz. Die Nutzung als Naherholungsraum ist für jeden möglich. Die Landwirte und Winzer dürfen aber in ihrer Arbeit nicht behindert und eingeschränkt werden. Bestehende Wegeverbindungen müssen erhalten bleiben. Beim Verbrauch der uns umgebenden Kulturlandschaft müssen wir auf die Bremse treten.

Was ich sonst noch sagen möchte!
Liebe Wähler, nutzt die Briefwahl.

Die Fragen stellte Wolf-Ingo Heers