(djd). Ein Neuwagen besitzt Schätzungen zufolge heute eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 18 Jahren. Durch den Fortschritt der Technik und die Weiterentwicklung der Materialien ist diese „Lebenserwartung“ im Vergleich zu früher deutlich gestiegen. Das Auto hält also länger – sollte aber während dieser Zeit möglichst auch optisch in Schuss bleiben. Der Halter eines Fahrzeugs kann mit einer professionellen Pflege gerade nach dem harten Winter dafür sorgen, dass es weniger an Wert verliert und drohende Schäden rechtzeitig erkannt und beseitigt werden. Wer etwa sein Fahrzeug nach ein paar Jahren verkaufen will, wird bei mangelhafter Optik einen kräftigen Abschlag hinnehmen müssen, auch wenn die Technik noch gut funktioniert. Auf das Thema macht der Bundesverband Fahrzeugaufbereitung (BFA) in Kooperation mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit dem „Aufbereitungsmonat April“ aufmerksam. Teilnehmende Dienstleister findet man unter www.bfa-net.de.

Gegen Dellen, Schmutz und Rost

„Die Aufbereitung geht weit über Wagenwäsche und Aussaugen des Innenraums hinaus“, betont Markus Herrmann, Präsident des BFA und selbst Inhaber eines Meisterbetriebes in München. Die Fachleute entfernen kleinere Dellen und Kratzer und beseitigen verschmutzte Stellen an Lack, Kunststoff oder Chrom. Auch unangenehme Gerüche im Innenraum und hartnäckige Flecken von Kaffee oder Schokolade und selbst Brandflecken seien nach einer Anwendung rückstandsfrei beseitigt. „Verschmutzungen etwa durch Vögel, Fliegen oder Baumharz hinterlassen Spuren. Dagegen sollte man rechtzeitig etwas unternehmen, sonst entstehen schnell irreparable Schäden auf der empfindlichen Lackoberfläche“, so Herrmann. Auch durch die Behandlung in der Waschanlage werde der Lack an der Oberfläche empfindlicher, da mit einer Waschlauge gewaschen werde, die entfettend wirke. Dreck könne dann leichter haften bleiben. Auch dem Flugrost – der beginnenden Korrosion von Eisen oder Stahl – könne man mit einer Fahrzeugaufbereitung entgegenwirken. Die Kosten der Aufbereitung seien gering im Vergleich zu den Kosten, die sonst etwa bei der Rückgabe eines Leasingfahrzeugs in schlechtem Zustand drohen.

Leasing: Optische Mängel können teuer werden

Denn dann können Mängel, die auf den ersten Blick kaum erkennbar sind, schnell richtig teuer werden. Bei der Übergabe schaut der Leasinggeber ganz genau hin – schließlich will er das Auto danach weiterverwenden. Was für den Leasingnehmer vielleicht Gebrauchsspuren sind, empfindet der Leasinggeber als Beschädigung. Das kann leicht einige Tausend Euro kosten.